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Präsidentschaftwahl in Portugal: Vorab-Stimmabgabe bei Rekordzahl an Kandidaten

Die Präsidentschaftskandidaten werden vor einer landesweit im Fernsehen übertragenen Wahldebatte auf einem Bildschirm in einem Studio gezeigt.
Die Präsidentschaftskandidaten werden vor einer landesweit im Fernsehen übertragenen Wahldebatte auf einem Bildschirm in einem Studio gezeigt. Copyright  Armando Franca/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
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Von Manuel Ribeiro
Zuerst veröffentlicht am
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Mehr als 200.000 Wählerinnen und Wähler wollten schon eine Woche vor der Präsidentschaftswahl am 18. Januar ihre Stimme abgeben. Darunter auch Marcelo Rebelo de Sousa, um dessen Nachfolge es geht.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2026 in Portugal tritt eine Rekordzahl von Kandidaten und Kandidatinnen an. Und fast 220 000 Wählerinnen und Wähler hatten sich in die Wahllisten für eine vorzeitige Stimmabgabe eine Woche vor dem eigentlichen Termin am 18. Januar eingetragen.

Nach Angaben des Generalsekretariats des Ministeriums für innere Verwaltung verzeichneten die Bezirke Lissabon, Porto, Setúbal, Braga, Aveiro und Coimbra die meisten Einschreibungen. Auch der amtierende Präsident der Republik, Marcelo Rebelo de Sousa, um dessen Nachfolge es geht, wollte schon vorab abstimmen.

Der populäre Staatschef war 2021 während der Corona-Pandemie mit absoluter Mehrheit wiedergewählt worden.

Rekordzahl von Präsidentschaftskandidaten

Das Rennen um die Präsidentschaft könnte mit 11 Kandidaten sehr eng werden. Eigentlich wollten 14 oder sogar mehr Bewerber antreten. Von denjenigen, die 7500 Unterschriften sammeln konnten, wurden drei Kandidaturen vom Verfassungsgericht (TC) abgelehnt. Nach Ansicht des Verfassungsgerichts wiesen die Kandidaturen von Joana Amaral Dias, José Cardoso und Ricardo Sousa Unregelmäßigkeiten auf.

Diese drei Namen werden jedoch auf den Wahlzetteln erscheinen, da nach Angaben der Nationalen Wahlkommission nicht genug Zeit blieb, um die korrigierten Stimmzettel ins Ausland zu schichen.

Zweite Runde garantiert, die Frage ist, wer durchkommt

Die große Zahl der Kandidaten und Kandidatinnen bei diesen Wahlen macht es sehr unwahrscheinlich, dass einer oder eine von ihnen in der ersten Runde mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält.

Aus diesem Grund werden die beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben, in einem zweiten Wahlgang am 8. Februar gegeneinander antreten. Eine Woche vor dem Urnengang stellt sich die Frage, wer diese beiden "Finalisten" sein werden.

Die Umfragen bezeichneten einige Bewerber als "manipulativ", so Gouveia Melo, oder als "irreführend", wie Luís Marques Mendes auf einer Kundgebung sagte.

Nach der jüngsten Umfrage von Pitagórica liegt António José Seguro, der von der PS unterstützt wird, mit 21 Prozent der Wählerstimmen an der Spitze, während Cotrim de Figueiredo (Liberale Initiative) mit 20 Prozent auf Platz 2 kommen könnte und André Ventura (Chega) mit ebenfalls 20 Prozent der Stimmen auf Platz 3.

Gouveia e Melo (17 %), ein unabhängiger Kandidat, und Luís Marques Mendes (17 %), der von der PSD unterstützt wird, folgen dicht dahinter.

Da die Abstände zwischen den Kandidaten sehr gering sind, bleibt aufgrund des technischen Gleichstands zunächst alles offen.

Die 11 "Finalisten" feilen nun an ihren Strategien für die letzte Wahlkampfwoche, die am Montag, den 12. Januar beginnt.

Im Rennen sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • André Pestana
  • André Ventura
  • António Filipe
  • António José Seguro
  • Catarina Martins
  • Henrique Gouveia e Melo
  • Humberto Correia
  • João Cotrim de Figueiredo
  • Jorge Pinto
  • Luís Marques Mendes
  • Manuel João Vieira
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