Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Nach Bergung der letzten Geisel: Waffenstillstand tritt in entscheidende Phase

Ein Foto der getöteten Geisel Ran Gvili wird während einer Kundgebung in Tel Aviv gezeigt, 29. November 2025
Ein Foto der getöteten Geisel Ran Gvili wird während einer Kundgebung in Tel Aviv gezeigt, 29. November 2025 Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Israel und die Hamas standen unter dem Druck der Waffenstillstandsvermittler, darunter auch Washington, in die zweite Phase des von den USA vermittelten Waffenstillstands einzutreten, der am 10. Oktober in Kraft trat.

Die Leiche der letzten im Gazastreifen verbliebenen Geisel, Ran Gvili, ist geborgen worden. Das teilte das israelische Militär am Montag mit. Damit sei der Weg für die nächste Phase des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen frei.

Die Mitteilung, dass Gvili gefunden und identifiziert worden sei, erfolgte einen Tag nachdem die israelische Regierung erklärt hatte, das Militär führe eine "groß angelegte Operation" auf einem Friedhof im Norden des Gazastreifens durch.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sprach von einem "unglaublichen Erfolg" für sein Land und seine Soldaten. Gegenüber israelischen Medien sagte er: "Ich habe versprochen, dass wir alle nach Hause bringen, und wir haben alle nach Hause gebracht."

Netanjahu sagte weiter, Gvili sei während des von der Hamas geführten Angriffs am 7. Oktober 2023 getötet worden und habe zu den ersten Geiseln gehört, die in den Gazastreifen gebracht wurden.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu spricht während einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago in Florida, 29. Dezember 2025
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu spricht während einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago in Florida, 29. Dezember 2025 AP Photo

Die Rückkehr aller verbleibenden Geiseln – lebend oder tot – war ein zentraler Bestandteil der ersten Phase der Waffenruhe im Gazastreifen. Die Familie von Gvili hatte die israelische Regierung aufgefordert, erst dann in die zweite Phase einzutreten, wenn sein Leichnam geborgen und zurückgebracht worden sei.

Israel und die Hamas standen unter dem Druck der Waffenstillstandsvermittler, darunter auch Washington, in die zweite Phase des von den USA vermittelten Waffenstillstands einzutreten, der am 10. Oktober in Kraft trat.

Israel hatte der Hamas wiederholt vorgeworfen, die Bergung der letzten Geisel hinauszuzögern. Die Hamas erklärte hingegen, sie habe alle ihr vorliegenden Informationen zu Gvili zur Verfügung gestellt.

Das israelische Militär hatte erklärt, die groß angelegte Operation zur Auffindung von Gvili finde "im Bereich der Gelben Linie" statt, die das Gebiet teilt.

Gvili, ein 24-jähriger Polizeibeamter, der von seinen Angehörigen "Rani" genannt wurde, war im Kampf gegen militante Hamas-Kämpfer getötet worden.

Vor der Bergung seiner sterblichen Überreste waren seit Beginn der Waffenruhe 20 lebende Geiseln sowie die Leichen von 27 weiteren Personen nach Israel zurückgebracht worden, zuletzt Anfang Dezember.

Die nächste Phase des 20 Punkte umfassenden Waffenstillstandsplans gilt als deutlich schwieriger. Sie sieht unter anderem die Einrichtung einer internationalen Stabilisierungstruppe, die Bildung einer technokratischen palästinensischen Regierung sowie die Entwaffnung der Hamas vor.

Weitere Quellen • AP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Israelischer Angriff: Tote trotz Waffenruhe im Gazastreifen

Mutmaßliches Hamas-Mitglied am Flughafen Berlin festgenommen

Trumps "Friedensrat" mit Putin und Lukaschenko? Traditionelle US-Verbündete skeptisch