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1 Million Euro Belohnung für Infos über den Anschlag auf das Berliner Stromnetz

DATEI: Passanten stehen im Licht einer Feuerwehreinsatzstelle in Berlin, Deutschland, Samstag, 3. Januar 2025
DATEI: Passanten stehen im Licht einer Feuerwehreinsatzstelle in Berlin, Deutschland, Samstag, 3. Januar 2025 Copyright  Sebastian Gollnow/(c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright Sebastian Gollnow/(c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Kieran Guilbert
Zuerst veröffentlicht am
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Die Polizei fahndet nach Mitgliedern der linksextremen "Vulkangruppe", die sich Anfang Januar zu dem Stromausfall bekannt hatte.

Deutschland setzt eine Belohnung in Höhe von 1 Million Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der mutmaßlichen Linksextremisten führen, deren Brandanschlag Anfang des Monats einen massiven Stromausfall in Berlin verursachte, so der Innenminister am Dienstag.

Etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen waren mitten im Winter im Südwesten der deutschen Hauptstadt fast eine Woche lang ohne Strom. Es war der längste Stromausfall in der Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die deutsche Polizei fahndet nach Mitgliedern der linksextremen "Vulkangruppe", die sich in mehreren Online-Erklärungen zu dem Stromausfall bekannte. Die Gruppe erklärte, ihr Ziel sei es gewesen, die fossile Brennstoffindustrie anzugreifen, und nicht, Stromausfälle zu verursachen.

DATEI: Bonnie benutzt eine Handy-Lampe, während sie durch den Bahnhof Wannsee in Berlin, Deutschland, geht, Samstag, 3. Januar 2025,
FILE: Bonnie benutzt ein Handy-Licht, während sie durch den Bahnhof Wannsee in Berlin, Deutschland, geht, Samstag, 3. Januar 2025, Michael Kappeler/(c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Bei der Ankündigung des Kopfgeldes versprach der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt, "zurückzuschlagen".

"Unsere Sicherheitsbehörden werden im Kampf gegen den Linksextremismus deutlich verstärkt", sagte er. "Ich halte es für angemessen, den Ernst der Lage mit einer Belohnung in dieser Größenordnung zu unterstreichen."

Dobrindt kündigte an, dass die Polizei eine Öffentlichkeitskampagne starten werde, um Hinweise zu sammeln und auf die Belohnung hinzuweisen, unter anderem mit Flugblättern und Plakaten in der Berliner U-Bahn.

Die selbsternannte Vulkangruppe ist seit 2011 aktiv und hat nach Angaben des Bundesnachrichtendienstes bereits Brandanschläge in und um Berlin verübt.

Die Gruppe bekannte sich zu einem Brandanschlag im Jahr 2024, der die Produktion in der Berliner Tesla-Autofabrik zum Erliegen brachte.

Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Infrastruktur

Der durch einen Brand an einer Reihe von Hochspannungsleitungen verursachte Ausfall hat die Lücken in der Sicherheit kritischer Infrastrukturen in der deutschen Hauptstadt deutlich aufgezeigt - und das zu einer Zeit, in der Berlin Sabotageangriffe aus Russland befürchtet.

Deutschland ist seit vielen Jahren mit einer russischen Sabotage-, Spionage- und Desinformationskampagne konfrontiert, die darauf abzielt, das Land zu destabilisieren, das ein wichtiger Lieferant militärischer Unterstützung für die Ukraine und ein wichtiges logistisches Zentrum der NATO ist.

Moskau hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

DATEI: Das Gaskraftwerk Lichterfelde in Berlin, Deutschland, 30. März 2022.
DATEI: Das Gaskraftwerk Lichterfelde in Berlin, Deutschland, 30. März 2022. Michael Sohn/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Am Dienstag versprach Dobrindt, dass der Bundestag diese Woche ein neues Gesetz zum besseren Schutz kritischer Infrastrukturen verabschieden werde.

Der erste Entwurf des Gesetzes wurde jedoch bereits von einigen Vertretern des Energiesektors und der Wirtschaft kritisiert, da er zu bürokratisch sei, um effektiv zu sein.

Einige haben auch davor gewarnt, dass das Gesetz die Gefahr birgt, dass zu viel Transparenz über lebenswichtige Infrastruktureinrichtungen vorgeschrieben wird, was von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden könnte.

Dobrindt räumte ein, dass "wir bereits zu viele öffentliche Informationen über unsere kritischen Infrastrukturen preisgeben".

Weitere Quellen • AFP

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