Die deutschen Handball-Hoffnungen richten sich nach der Niederlage im Endspiel der Europameisterschaft in Dänemark jetzt auf die WM 2027 im eigenen Land.
Deutschland hat im Finale der Handball Europameisterschaft im dänischen Herning gegen die Olympiasieger 2024 und Weltmeister 2025 verloren. Ganz Dänemark ist in Feierlaune nach dem 37 : 24-Sieg gegen Deutschland. Die Mannschaft um Welthandballer Mathias Gidsel, der auch zum besten Spieler der EM gewählt wurde, war einfach zu stark.
Die deutschen Handballer - allen voran Star-Torwart Andreas Wolff, der auch im Finale brillierte - waren nach dem verlorenen Endspiel untröstlich. Zehn Minuten vor Schluss hatte das deutsche Team den Rückstand bis auf zwei Punkte verkürzt. Doch dann setzten sich die Dänen durch - wie so oft im Handball.
Zuletzt hatte Dänemark bei einer Europameisterschaft allerdings vor 14 Jahren - nämlich 2012 in Belgrad gegen Serbien gewonnen. Deutschland war zuletzt 2016 Handball-Europameister, 2024 war es Frankreich.
Bundeskanzler Friedrich Merz war mit Fan-Schal und gemeinsam mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Fredriksen und Königin Mary in Herning beim Finale dabei. Vor dem Match zeigte er sich auf X überzeugt von der Aussicht auf einen deutschen Sieg.
Fünf deutsche Tore schafften je Spielmacher Juri Knorr, Kapitän Johannes Golla und Marko Grgic.
Im ausverkauften Stadion Jyske Bank Boxen wurde Deutschland allerdings von Teilen der 15.000 Zuschauer und Zuschauerinnen auch ausgebuht.
Deutsche Hoffnungen richten sich auf die WM zu Hause 2027
Im Halbfinale hatte sich Deutschland noch gegen Vize-Weltmeister Kroatien mit 31 zu 28 durchgesetzt. Daraufhin waren die deutschen Hoffnungen auf einen EM-Sieg gestiegen.
Doch im Finale fehlte dem deutschen Team wohl auch der 22-jährigeJustus Fischer von Hannover/Burgdorf, der krankheitsbedingt ausfiel.
Die deutschen Handball-Hoffnungen richten sich jetzt auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land 2027.