Kuba importiert etwa 60 % seiner Energie. Wegen Treibstoffmangel hat Kuba nun seine jährliche Zigarrenmesse verschoben.
Kuba wird seine weltberühmte jährliche Zigarrenmesse in diesem Jahr wegen des durch das US-Ölembargo verursachten Treibstoffmangels verschieben, teilten die Organisatoren am Samstag mit. Seit einigen Wochen kommt es auf der Insel zu langen Stromausfällen.
In einer offiziellen Erklärung sagte der Veranstalter der Messe, Habanos S.A., dass diese Entscheidung getroffen wurde, um "den hohen Qualitätsstandard der Veranstaltung zu bewahren".
Die Messe ist ein wichtiges Ereignis für Zigarrenliebhaber und -händler aus aller Welt, bei dem die Besucher Tabakplantagen besichtigen, an Auktionen teilnehmen und die neuesten handwerklichen Erzeugnisse sehen können.
In der Erklärung von Habanos S.A. wurde kein neuer Termin für die 26. Ausgabe der Zigarrenmesse genannt.
Letztes Jahr endete die Veranstaltung mit einer Auktion, bei der 18 Millionen Dollar für eine Reihe begehrter, handgerollter Zigarren gezahlt wurden. Außerdem meldete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 827 Millionen Dollar im Jahr 2025.
Die Treibstoffknappheit hat sich auch auf den Tourismus auf der Insel ausgewirkt: Einige Agenturen haben Reisen abgesagt, während die Regierung Hotels schließt und Touristen umquartiert, um Strom zu sparen. Mehrere kulturelle Veranstaltungen, darunter eine Buchmesse, wurden ebenfalls verschoben.
Ende Januar drohte US-Präsident Donald Trump allen Ländern, die Öl an Kuba verkaufen, mit Zöllen, da Washington die kommunistische Führung der Insel stärker unter Druck setzt, politische und wirtschaftliche Reformen durchzuführen.
Kuba importiert etwa 60 % seiner Energie und ist seit langem von Venezuela und Mexiko abhängig, deren Ölversorgung durch die Maßnahmen der USA gestört wurde.