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Streit um Heidi Reichinneks Audi A8 – jetzt kontert die Linke

Heidi Reichinnek im Bundestag, 5. Dezember 2025
Heidi Reichinnek im Bundestag, 5. Dezember 2025 Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein Foto von Heidi Reichinnek neben einem Audi A8 entfacht eine Debatte: Luxus-Dienstwagen und private Doppelmoral? Die Linke weist Kritik zurück: Das Auto sei ein geleaster Fraktionswagen, kein Privatbesitz.

In den vergangenen Tagen sorgte ein Foto von Heidi Reichinnek, der Vorsitzenden der Bundestagsfraktion einer linken Partei, für Aufsehen in den sozialen Netzwerken. Die Aufnahme zeigt sie neben einem schwarzen Audi A8. Kostenpunkt: rund 100.000 Euro.

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Schnell entbrannte eine Debatte über die Frage, ob die Politikerin das Auto privat nutze und ob dies im Widerspruch zu ihren politischen Grundsätzen stehe. In der Vergangenheit forderte die Linke mehrfach, das Dienstwagenprivileg abzuschaffen, da es eine "Förderung für Besserverdienende und Automobilkonzerne" sei.

Ein Sprecher der Fraktion machte jedoch klar: Das Fahrzeug gehört nicht Reichinnek selbst, so die dpa. Es handele sich um einen geleasten Dienstwagen der Fraktion, der unter anderem von ihr, ihrem Co-Vorsitzenden und weiteren Abgeordneten genutzt wird.

Reichinnek selbst besitze kein eigenes Auto und nutze überwiegend öffentliche Verkehrsmittel, wie die Fraktion betont. Eine verschärfte Sicherheitslage mache die Nutzung jedoch häufiger nötig, so der Spiegel.

Spekulationen um Nummernschild

Allerdings trägt das Kennzeichen des Wagens die Initialen der Fraktionsvorsitzenden sowie ihr Geburtsdatum. Das führte in sozialen Netzwerken zu Spekulationen, das Fahrzeug sei doch ihr persönliches Luxusauto.

Die AfD unterstellt der Linken Doppelmoral: Für soziale Gerechtigkeit einzutreten, aber gleichzeitig einen Luxuswagen zu nutzen, sei widersprüchlich. "Ist dieser 100.000-Euro dieselbetriebene Audi A8 50 TDI mit Ihren Initialen HR und Ihrem Geburtsdatum 19. April Ihr Wagen?", spottete die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch auf X.

Die Fotos und Videos, die in sozialen Medien kursierten, zeigen die Szene in Koblenz bei einer Wahlkampfveranstaltung der Partei Anfang Februar. Eine Prüfung auf mögliche Manipulationen durch Künstliche Intelligenz ergab keine Hinweise darauf, dass die Aufnahmen gefälscht seien, so ein Faktencheck der dpa.

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