Die Betreiber des Atomkraftwerks haben Block 1 wegen des niedrigen Donaupegels am vergangenen Dienstag abgeschaltet. Block 2 bleibt vorerst am Netz.
Die rumänische Marine hat einen Felsen an der Abzweigung des Bala-Arms vom alten Donaulauf gesprengt. So soll mehr Wasser zum Atomkraftwerk Cernavodă geleitet werden, das dadurch zumindest teilweise weiterlaufen kann, erklärte der amtierende Verteidigungsminister Radu Miruta am Montag.
Für die Sprengung des sogenannten Parjoaia-Felsens wurden 180 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt.
Nach Angaben des Ministers ist noch unklar, ob die Sprengung den Fluss so umlenkt, dass genügend Kühlwasser für den Betrieb des noch laufenden zweiten Blocks des Kraftwerks zur Verfügung steht. Miruta betonte, schon ein einziger zusätzlicher Betriebstag dieses Blocks würde Rumänien das Dreifache der Eingriffskosten einbringen.
An der Aktion nahmen mehr als 100 Soldaten teil.
Das Atomkraftwerk Cernavodă deckt knapp 20 Prozent des rumänischen Stromverbrauchs. Der am vergangenen Dienstag abgeschaltete Block 1 hat eine installierte Leistung von 706,5 Megawatt, Block 2, der weiterhin in Betrieb ist, kommt auf 704,8 Megawatt.