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Hitze lässt Kartoffeln schrumpfen: Belgische Pommes Frites in Gefahr

Belgien ist berühmt für seine Pommes frites.
Belgien ist berühmt für seine Pommes frites. Copyright  AP Photo
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Von Simon Ormiston
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Unwetter haben die Kartoffelernte stark dezimiert. Der weltgrößte Pommes-Exporteur warnt vor Engpässen und höheren Preisen.

Belgiens Kartoffelbauern schlagen Alarm: Die Ernte in diesem Jahr könnte zu gering ausfallen, um genug Knollen für die berühmten Pommes Frites des Landes zu liefern. Extreme Wetterbedingungen haben den Kartoffel-Anbau schwer getroffen.

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In Amay nahe der ostbelgischen Stadt Lüttich holt Landwirt Mathieu Comijn Bintje-Kartoffeln aus dem ausgetrockneten Boden. Viele sind kaum so groß wie ein Tischtennisball.

„Man sieht, wie trocken der Boden ist“, sagt Bauer Comijn. „Normalerweise sollten sie mindestens viermal so groß sein. Im Moment können wir aus diesen Kartoffeln keine Pommes machen.“

Keine gute Saison für Kartoffeln

Starke Regenfälle und Gewitter Ende des Frühjahrs haben den Boden geschwächt. Danach folgte ein außergewöhnlich heißer und trockener Sommer. Die Kartoffeln konnten sich unter diesen Bedingungen nicht normal entwickeln.

Die Familie Comijn bewirtschaftet rund 500 Hektar Kartoffelfelder und hat Lieferverträge mit Verarbeitern. Um zumindest einen Teil der Verinbarungen zu erfüllen, will sie auf Lagerbestände aus der ungewöhnlich reichen Ernte des vergangenen Jahres zurückgreifen.

Belgien ist der weltweit größte Exporteur von Tiefkühlpommes. Jährlich werden hier mehr als sechs Millionen Tonnen Kartoffeln verarbeitet. Rund 90 % der Produktion gehen an über 120 verschiedene Märkte.

Die Knappheit dürfte früher oder später auch die Verbraucherinnen und Verbraucher zu spüren bekommen.

Am bekannten Frittenstand "Maison Antoine“ in Brüssel erklärt Inhaber Pascal Willaert, dass sich große, längliche Kartoffeln am besten für Pommes Frites eignen.

„Doch im Moment schwanken die Jahreszeiten so stark, dass es schwer ist, die ideale Kartoffel für Pommes zu finden“, klagt er.

Auch der nationale Verband der Frittierbetriebe in Belgien, der rund 4.500 Imbissbuden-Besitzer vertritt, warnt, dass das knappe Angebot die Preise nach oben treiben könnte.

Weitere Quellen • AFP, AP

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