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Solaranleihen: so sinken Energiekosten ohne hohe Installationskosten

Ein Mann montiert Solarmodule auf einem Dach.
Ein Mann montiert Solarpaneele auf einem Dach. Copyright  Bill Mead via Unsplash.
Copyright Bill Mead via Unsplash.
Von Liam Gilliver
Zuerst veröffentlicht am
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Solaranleihen fangen die Kosten von Solardächern ab und sichern trotzdem Ihre Stromersparnis. So funktioniert das Modell.

In den vergangenen Monaten ist das Interesse an Solarstrom vom Dach stark gestiegen. Viele Europäerinnen und Europäer versuchen, sich vor den explodierenden Kosten für fossile Energieträger zu schützen.

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Laut einer EU-weiten Analyse im Fachjournal „Nature Energy“ könnten Photovoltaikanlagen auf Hausdächern (Solar-PV) bis 2050 rund 40 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Derzeit sind jedoch erst etwa zehn Prozent der Dächer in Europa mit PV-Anlagen ausgestattet.

Regierungen in ganz Europa wollen den Ausbau mit großzügigen Zuschüssen und anderen finanziellen Anreizen beschleunigen. In Irland erhalten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer etwa Zuschüsse von bis zu 1.800 Euro aus dem nationalen Programm für nachhaltige Energie. In Ungarn übernehmen staatliche Förderungen bis zu zwei Drittel der Kosten für Solarmodule, sofern Eigentümer bestimmte Kriterien erfüllen.

Viele andere Länder wie Deutschland und die Niederlande haben Vorteile wie null Prozent Mehrwertsteuer auf Verkauf und Installation von Solarmodulen eingeführt, um den Umstieg erschwinglicher zu machen. Hohe Anfangsinvestitionen bleiben jedoch ein großes Hindernis – vor allem für Haushalte mit geringem Einkommen.

Aber könnten sogenannte „Solaranleihen“ die Lösung sein?

Was kosten Solaranlagen – und wann rechnen sie sich?

Die Kosten für die Installation von Solaranlagen schwanken stark. Viele Faktoren beeinflussen den Preis.

Nach Angaben des Solarunternehmens LOGI braucht ein Einfamilienhaus in Europa je nach Haushaltsgröße, Einsatz einer Wärmepumpe und Laden eines E‑Autos in der Regel zwischen sechs und 15 kWp Solarleistung. Das kostet zwischen 7.000 und 30.000 Euro. Im Vereinigten Königreich liegt ein typisches System mit 4,5 kWp bei rund 7.600 Pfund (8.831 Euro).

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Solarmodule können Eigentümerinnen und Eigentümern jedes Jahr mehrere hundert Euro bei der Stromrechnung sparen. Bis sich die Investition bezahlt macht, vergeht jedoch Zeit. Auch hier hängt viel von den Rahmenbedingungen ab – etwa davon, wie stark der Haushalt elektrifiziert ist, ob jemand im Homeoffice arbeitet und welchen Tarif er oder sie nutzt.

Viele Fachleute, darunter der britische Energy Saving Trust, gehen davon aus, dass ein typischer Haushalt mindestens zehn Jahre braucht, um die Installationskosten wieder hereinzuholen. Außerdem sind hohe Anfangsmittel nötig; allein die Installation kann bis zu 10.000 Pfund (11.621 Euro) kosten. Für viele Eigentümer bedeutet das, einen Kredit mit Zinsen aufzunehmen.

Warum es „Solaranleihen“ braucht

Deshalb fordert Dr. Donal Brown, leitender Forscher für Energiepolitik und politische Ökonomie am Environmental Change Institute (ECI (Quelle auf Englisch)), staatlich abgesicherte Finanzierungen, um Solarstrom vom Dach erschwinglicher zu machen.

Die vom Thinktank Common Wealth veröffentlichte Studie „A Right to the Sun“ schlägt ein universelles Programm für Solaranleihen vor. Alle Haushalte mit geeignetem Dach könnten darüber Solarmodule erhalten – ohne Bonitätsprüfung und ohne die sonst üblichen Voraussetzungen klassischer Kredite.

Die Kosten würden über 25 Jahre über die Stromrechnungen der Haushalte zurückgezahlt. Die Finanzierung wäre an die Immobilie gekoppelt, nicht an die Eigentümerin oder den Eigentümer. Wer auszieht, gibt Solaranlagen und Restschuld also an die nächste Bewohnerin oder den nächsten Bewohner weiter.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein solches Modell Haushalten trotz Finanzierungskosten mindestens 83 Pfund (96 Euro) pro Jahr sparen könnte – mit einer Batterie fast das Doppelte.

„Die Umsetzung dieses Programms böte außerdem die Chance, Arbeitsplätze zu schaffen und die Lebensbedingungen in Gemeinden im ganzen Vereinigten Königreich zu verbessern“, heißt es in der Studie.

„Es gibt bereits einen dynamischen Markt für Dachsolaranlagen. Die Solar Trade Association schätzt, dass durch einen verstärkten Ausbau bis 2030 mehr als 42.000 neue Arbeitsplätze entstehen könnten.“

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