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Seat bleibt vorerst: Regierung setzt auf Fortbestand, Volkswagen prüft Zukunft

Außenansicht des SEAT-Werkskomplexes in Martorell, Spanien, am Freitag, dem vierten November 2005.
ARCHIV: Außenansicht des SEAT-Werkskomplexes in Martorell, Spanien, am Freitag, 4. November 2005. Copyright  Copyright 2005 AP. All rights reserved.
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Von Lucia Blasco
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Die Regierung zeigt sich zuversichtlich, dass Seat weiterbesteht. Volkswagen prüft Optionen für die Marke über 2030 hinaus, eine Entscheidung steht noch aus.

Die Zukunft von Seat steht erneut im Mittelpunkt der Debatte über die Umgestaltung der spanischen Automobilindustrie. Die Regierung stellt sich geschlossen hinter die traditionsreiche Marke, nachdem der Volkswagen-Konzern eingeräumt hat, dass ihre Fortführung über 2030 hinaus derzeit geprüft wird.

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Erster Vizepräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo erklärte in dieser Woche, die Regierung werde „allen notwendigen Einsatz“ leisten, um Seat zu erhalten. Die Marke bezeichnete er als „traditionell spanisch“.

Die Position der Regierung folgt auf eine Klarstellung der Zukunftspläne von SEAT S.A. nach Berichten über ein mögliches Verschwinden der Marke. Das Unternehmen bestätigt, dass die bereits geplanten Modellneuheiten und Aktualisierungen umgesetzt werden. Dazu zählen auch Mild-Hybrid-Versionen des Ibiza und des Arona, die für 2027 vorgesehen sind.

Dennoch bleibt die Zukunft der Marke nach dem aktuellen Produktzyklus offen. Das Unternehmen räumt ein, dass Regulierung, Kosten der Elektrifizierung und die erforderlichen Investitionen für eine neue Generation von Elektrofahrzeugen es „immer komplexer“ machen, weiter in die Marke zu investieren.

„Über 2030 hinaus sind nach wie vor mehrere Szenarien möglich“, betont das Unternehmen (Quelle auf Spanisch) und unterstreicht, dass „noch keine Entscheidung getroffen wurde“. Die weitere Zukunft hängt unter anderem von der Entwicklung der Regulierung, der Nachfrage der Verbraucher und den Marktbedingungen ab.

„Solide Zukunft“ für SEAT S.A.

Das Unternehmen legt zudem Wert auf eine klare Trennung zwischen der Zukunft der Marke Seat und der von SEAT S.A.. Zu SEAT S.A. gehören Seat und Cupra; der wichtigste Produktionsstandort liegt im Werk Martorell bei Barcelona.

Volkswagen sieht für SEAT S.A. innerhalb des Konzerns eine „solide Zukunft“ und will die industrielle Rolle des Unternehmens weiter stärken. Zugleich bleibt Cupra der wichtigste Wachstumstreiber und Gewinnbringer der Gruppe.

Der Konzern hält auch an seiner Elektrifizierungsstrategie in Spanien fest. Volkswagen und SEAT S.A. haben gemeinsam mit den Partnern des Projekts Future: Fast Forward im Jahr 2022 Investitionen von 10 Milliarden Euro angekündigt, um die Elektromobilität voranzubringen. Dazu gehört die Umrüstung des Werks in Martorell zur Produktion urbaner Elektrofahrzeuge.

Premierminister Pedro Sánchez nannte Seat im Juni eine „ikonische Marke in Spanien“ (Quelle auf Spanisch) und einen „grundlegenden“ Bestandteil sowohl des industriellen Ökosystems als auch der Identität des Landes bei einem Besuch in Martorell.

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