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Gegen "autokratische Machtpolitik": Merz sucht in Asien Handelspartner

Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Ankunft in Südkorea
Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Ankunft in Südkorea -  Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP
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Eine Woche lang ist Bundeskanzler Friedrich Merz durch Asien gereist, um neue Handelsbeziehungen aufzubauen. Er will ein Handelsnetzwerk aufbauen - gegen China und gegen die USA.

Auf seiner Asien-Reise, die Friedrich Merz diese Woche nach Singapur, Japan und Südkorea geführt hat, hatte der Kanzler vor allem ein Ziel: Er will für Deutschlands Wirtschaft ein Handelsnetzwerk mit gleichgesinnten Partnern aufbauen. "Wir schließen uns entschlossen gegen Unilateralismus, autokratische Machtpolitik und Verstöße gegen internationales Recht zusammen", sagte Friedrich Merz bei der Eröffnung der Asien-Pazifik-Konferenz in Seoul. Dort treffen etwa 1.000 Vertreter der Wirtschaft aus dem Indopazifik zahlreiche Vertreter deutscher Unternehmen. Es sollten auch zahlreiche Deals zur Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz und Hightech unterzeichnet werden.

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Vor allem um die Abhängigkeiten von China abzubauen und sich gegen die sprunghaften Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump zu wappnen, strebt der Bundeskanzler neue Allianzen an. Die Welthandelsorganisation (WTO) gilt unter Experten als so gut wie handlungsunfähig, deshalb will Merz die Freihandelsabkommen der EU durch Partner in Asien wie dem ASEAN (für "Association of Southeast Asian Nations") verbinden.

"Wenn Lieferketten zu politischen Spielbällen werden, wenn der Zugang zu Schlüsseltechnologien behindert wird oder wenn Bemühungen zur Sicherung von Rohstoffen eher einer Machtdemonstration als einer fairen Partnerschaft dienen, gefährdet dies Wachstum, Wohlstand und letztendlich die Sicherheit ganzer Regionen“, erklärte der Bundeskanzler in Südkorea.

Wie Merz betonte, "ist der Indopazifik heute die Wirtschaftsmacht des 21. Jahrhunderts" mit weit mehr als 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung und fast 60 Prozent der Weltbevölkerung.

Neue Handelsbündnisse statt WTO

Die Welthandelsorganisation (WTO), die eigentlich den internationalen Handel regeln sollte, gilt unter Experten als weitgehend handlungsunfähig. Deshalb will Merz neue Bündnisse aufbauen - auch über bilaterale deutsche Abkommen hinaus. So könnten die Freihandelsabkommen der EU durch Partnerschaften beispielsweise mit dem ASEAN (für "Association of Southeast Asian Nations") verknüpft werden. Bisher hat die EU nur Abkommen mit einzelnen Staaten der ASEAN-Gruppe.

In der Europapolitik trat Friedrich Merz zuletzt allerdings eher auf die Bremse. So gehört Deutschland zu den "Frugalen", die einen höheren EU-Haushalt ablehnen. Und Berlin hatte sich gegen die Bezeichnung "assoziierte Partnerschaft" beim EU-Akommen mit Kanada ausgesprochen.

Die Metropole des Staatenverbundes ASEAN ist Singapur, dies war erste Station von Merz Asien-Reise. Auch beim Treffen mit Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi ging es vor allem um Kooperation in den Bereichen Wirtschaft und Technologie. Japans exportorientierte Wirtschaft hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie die deutsche, investiert aber deutlich mehr in neue Technologien.

Doch gleichzeitig mit der Asien-Reise von Kanzler Merz, war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in China. Und kurz zuvor hatte der CDU-Chef auf dem Investitionsgipfel in Berlin die Partnerschaft mit dem US-Konzern Nvidia gefeiert. Der Aufbau von Handelsbündnissen mit gleichgesinnten Partnern dürfte noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

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