Wirtschaft im TV-Duell: "Auch ein Donald Trump kann nicht an der Weltordnung vorbeiregieren"

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Von Euronews
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Mit “It’s the economy, stupid” – “Die Wirtschaft macht’s, du Dussel” – wurde ein gewisser Bill Clinton vor fast einem Vierteljahrhundert Präsident – aus seiner Zeit stammt auch NAFTA (North American F

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Mit “It’s the economy, stupid” – “Die Wirtschaft macht’s, du Dussel” – wurde ein gewisser Bill Clinton vor fast einem Vierteljahrhundert Präsident – aus seiner Zeit stammt auch NAFTA (North American Free Trade Agreement). Über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen, eine Freihandelszone zwischen Kanada, den USA und Mexiko, wird auch im aktuellen Wahlkampf heiß gestritten. Für Kandidat Donald Trump war es in der ersten TV-Debatte mit Hillary Clinton “das schlimmste Handelabkommen, das die USA jemals unterzeichnet haben.” Ein Jobkiller bis heute, so Trump.

Trump contradicted by Ford on US jobs: Firm says no job losses as plant opens in Mexico – TomoNews WATCH at: https://t.co/jGZuhIUAh4pic.twitter.com/7Ca1v8ojyb

— friendlydb (@friendlydb) 26. September 2016

Und ein Schwerpunkt in der Debatte. So wiederholte der Republikaner seine Aussage, dass Ford
Arbeitsplätze nach Mexiko verlagere. Was der Autohersteller per Tweet bestritt – noch während der Sendung.

Right-Wing Media Figures Repeat Trump???s Lie That Ford Is Sending Jobs To Mexico https://t.co/QFrqHnFB9ypic.twitter.com/ZaPZMHilzi

— News RSS (@newzrss) 16. September 2016

Vor allem in Kanada galt als Risiko, dass Trump das Freihandelsabkommen Nafta mit den USA aufkündigen könnte. Am Ende des Schlagabtauschs, in dem die Demokratin Hillary Clinton für die Märkte ganz gut aussah – eine erste Blitzumfrage (“CNN”) sah Clinton mit 62 Prozent vorn, Trump sahen nur 27 Prozent der Befragten als Gewinner – legte der kanadische Dollar zu.

Wie auch die Börsen in Asien und Europa in einer ersten Reaktion – in Europa verpufften anfängliche Gewinne allerdings anschließend wegen neuer Hiobsbotschaften zu Commerzbank und Volkswagen.

Die Aussicht, dass Trump US-Präsident wird, bewerten viele Börsenbeobachter als politisches und wirtschaftliches Risiko.

Robert Halver, Baader Bank, Frankfurt:

“Er hat ja auch sicherlich ein anderes Bild von Weltwirtschaft, von Freihandel. Das stört natürlich die gesamte Restwelt. Von daher sind die Märkte dann beruhigt, wenn Frau Clinton es würde. Man muss aber dazu sagen – würde es Donald Trump, bin ich mit sicher, nach einer gewissen Zeit der Schockstarre an den Aktienmärkten würden sich die Märkte wieder beleben. Denn auch ein Donald Trump kann nicht an der Weltordnung vorbeiregieren.”

Dennoch bleibe die Stimmung am Markt negativ, so der Händler Markus Huber von City of London Markets, Frankfurt. Der Ausgang der Präsidentenwahl sei ja weiter ungewiss.

su mit Reuters, dpa

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