Deutschland steht im internationalen Vergleich sehr gut da. Die Beschäftigungsquote liegt in der Bundesrepublik schon jetzt wieder über dem Vorkrisenniveau.
Die Corona-Pandemie hat schlimmere Folgen für den Arbeitsmarkt als die Finanzkrise 2008. Frauen, junge Menschen und Geringverdiener sind am stärksten betroffen. Das geht aus dem OECD-Bericht zu den Arbeitsmärkten hervor, der jetzt in Paris veröffentlicht wurde.
22 Millionen Arbeitsplätze weniger
In den 38 OECD-Ländern hat die Corona-Krise 2020 im Vergleich zum Vorjahr 22 Millionen Arbeitsplätze gekostet. Und obwohl sich die Lage langsam erholt, sind immer noch über acht Millionen Menschen mehr ohne Job als vor der Krise.
Die Jugend hat es besonders hart getroffen: 3 Millionen junge Menschen besuchen derzeit weder eine Schule, noch gehen sie einer Arbeit nach, noch einer beruflichen Ausbildung.
Der Bericht geht davon aus, dass sich die Arbeitsmärkte im OECD-Raum noch bis Ende nächsten Jahres nicht vollständig erholen werden. In der Eurozone wird sogar mit knapp drei Jahren gerechnet.
Deutschland erholt sich schneller als Österreich und Schweiz
Doch von Land zu Land gibt es große Unterschiede. Der deutsche Arbeitsmarkt hat die Krise im internationalen Vergleich sehr gut verkraftet. Die Beschäftigungsquote liegt in der Bundesrepublik schon jetzt wieder über dem Vorkrisenniveau.
Etwas weniger gut stehen die Arbeitsmärkte Österreichs und der Schweiz da – auch weil beide Länder wirtschaftlich mehr vom Tourismus abhängig sind.