EU-Regelwerk gibt Anreize für die Kreislaufwirtschaft für Textilien

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Von Andrea BolithoSabine Sans
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Matteo Ward führt in Mailand ein Studio für nachhaltiges Design. Er erhofft sich viel vom System der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien

Mit den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen neuen Abfallbewirtschaftungs-Vorschriften soll definiert werden, was bei Textilien als Abfall gilt und was nicht. Ein gemeinsames Regelwerk soll zu Investitionen in die Sammlung und Sortierung von Textilien führen - und auch das Problem des Exports von Textilabfällen angehen, die fälschlicherweise als Secondhand-Kleidung gekennzeichnet werden.

"Ich bin sehr optimistisch, glücklich und begeistert von dem, was die Europäische Kommission, die Europäische Union tut, denn das war einer der am stärksten deregulierten Märkte in der Geschichte der Branche", sagt Matteo Ward. Er hat früher selbst in der Branche der Fast Fashion gearbeitet. Heute sieht er die Dinge anders:

"Wir verschicken das ganze Zeug einfach in andere Teile der Welt. Diese neue Richtlinie fordert ein Verbot des Exports von Textilabfällen in diesen Mengen in Länder, die sie nicht verarbeiten können, sowie einen echten sozialen Wert, einen wirtschaftlichen Wert aus der Kleidung aus zweiter Hand zu schaffen, die durch unsere Konsumgewohnheiten hierzulande entsteht.

Auf seinem Instagram-Account zeigt er, wie in der Atacama-Wüste das Problem buchstäblich "begraben" wurde und hat eine Idee: 

Im Norden Chiles haben sie das Problem begraben: Tonnen von Kleidung unter dem Sand versteckt, einige nie getragen noch mit dem Etikett und Preisschild.

Regisseur Olmo Parenti (@olmaster) hat eine Idee und fragt: "Könntest du einen Look mit diesen Kleidern machen?". Gesagt, getan. Und Manuelito, so nannten wir unseren Wüstenmann in 'Fetzen', wurde zum Protagonisten und Symbol von JUNK.

Von Chile nach Mailand, auf die Piazza Duomo, wo wir Manuelito mitnahmen, um seine Geschichte allen zu erzählen.

Manuelito enthüllte die Wahrheit: Nichts ist wirklich Abfall, solange wir es nicht wegwerfen. Übermäßiger Konsum ist also ein Problem, zu dessen Lösung wir alle beitragen können.

Ein weiterer Aspekt, auf den sich die EU konzentriert, sind mehr Investitionen in die eigentlichen Technologien, die für das Textil-zu-Textil-Recycling benötigt werden und die noch ferne Zukunftsmusik sind."

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