Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Frankreich: Energiepreise bremsen Inflation vor Eurozonen-Zahlen

Im Grand Palais in Paris laufen Menschen auf der Eisbahn Schlittschuh. 16. Dezember 2025.
Im Grand Palais in Paris laufen Menschen auf einer Eisbahn Schlittschuh. 16. Dez. 2025. Copyright  AP/Thibault Camus
Copyright AP/Thibault Camus
Von Eleanor Butler
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Im Dezember stürzten die Energiepreise ab. Lebensmittel verteuerten sich deutlich schneller. Das spüren Kundinnen und Kunden an der Kasse.

Die Inflation in Frankreich hat sich im Dezember abgeschwächt. Das folgt auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Zinsen Ende vergangenen Jahres unverändert zu lassen.

Die Verbraucherpreise (VPI) stiegen im Jahresvergleich im Dezember um null Komma acht Prozent, nach null Komma neun Prozent im November, wie das Statistikamt INSEE mitteilte. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der Vergleiche zwischen EU-Ländern ermöglicht, lag bei null Komma sieben Prozent. Im November waren es noch null Komma acht Prozent.

INSEE führt den Rückgang der Inflation auf deutlich gesunkene Energiepreise zurück, vor allem bei Mineralölprodukten.

Lebensmittel verteuerten sich dagegen schneller, während Dienstleistungen und Tabak gleichmäßig zulegten.

Die Preise für Industriewaren sanken im Dezember, wenn auch etwas langsamer.

Die EZB beließ den wichtigen Einlagenzins im Dezember bei zwei Prozent vor dem Hintergrund nachlassender Inflation und robuster Konjunktur im Euroraum.

Im EZB-Rat gibt es jedoch keinen klaren Konsens über den weiteren Pfad der Preise. Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel warnte Anfang Dezember vor stärker als erwartet steigender Dienstleistungsinflation und kräftigem Lohnwachstum. Sie sagte, sie könne damit leben, dass Anleger auf eine Zinserhöhung als nächsten Schritt setzen.

Frankreichs Notenbankchef François Villeroy de Galhau, ebenfalls Mitglied des Gremiums, widersprach. Er warnte, die Inflation könne zu weit unter das Ziel von zwei Prozent fallen.

„Die Risiken nach unten für die Inflationsaussichten sind mindestens so bedeutend wie die nach oben, und eine anhaltende Unterschreitung unseres Inflationsziels würden wir nicht tolerieren“, sagte er.

Die Inflation im Euroraum lag im November bei zwei Komma eins Prozent. Seit Anfang 2025 bewegt sie sich nahe am EZB-Ziel von zwei Prozent.

Projektionen des Eurosystems sehen die durchschnittliche Teuerung bei ein Komma neun Prozent im Jahr 2026, ein Komma acht Prozent 2027 und zwei Prozent 2028.

Frische Inflationszahlen für den Euroraum werden am Mittwoch veröffentlicht.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Inflation im Euroraum sinkt auf EZB-Ziel von zwei Prozent, Preisdruck lässt nach

45 Milliarden für Landwirte: Von der Leyens letzter Vorstoß für das Mercosur-Abkommen

Showdown beim Mercosur-Abkommen: EU-Minister beraten