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TSMC: Juni-Umsatz treibt Erlöse um 68 Prozent vor Quartalszahlen hoch

ARCHIV: Das Logo von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd. (TSMC) am Firmensitz in Hsinchu, Taiwan, 20. Oktober 2021.
ARCHIV: Das Logo von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd. (TSMC) am Firmensitz in Hsinchu, Taiwan, 20. Oktober 2021 Copyright  AP Photo/Chiang Ying-ying
Copyright AP Photo/Chiang Ying-ying
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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TSMC meldet Umsatzplus von 35,6 Prozent im ersten Halbjahr 2026, Juni wächst um 68 Prozent; starke KI-Chip-Nachfrage vor Zahlen zum zweiten Quartal.

TSMC teilte am Montag mit, dass der Umsatz im Juni im Jahresvergleich um 67,9 % auf NT$398,27 Milliarden (10,8 Mrd. Euro) gestiegen ist. Im ersten Halbjahr setzte der Chipkonzern NT$2,4 Billionen (65,4 Mrd. Euro) um, 35,6 % mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025.

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Aus den monatlichen Umsatzangaben des Unternehmens ergibt sich für das zweite Quartal ein Erlös von rund NT$1,27 Billionen. Damit liegt TSMC über der Konsensprognose von NT$1,264 Billionen (34,4 Mrd. Euro), die 20 von LSEG befragte Analystinnen und Analysten erwartet hatten.

Die Mitteilung vom Montag umfasst ausschließlich die Juni-Zahlen und den kumulierten Umsatz des ersten Halbjahres.

Die vollständigen Ergebnisse für das zweite Quartal will TSMC am Donnerstag vorlegen. Dann veröffentlicht der Konzern auch Angaben zu Nettogewinn, Bruttomarge, operativer Marge und aktualisierten Finanzprognosen.

Ausblick

Bei der Ergebnisvorlage im April rechnete TSMC damit, den Umsatz im Gesamtjahr 2026 in US-Dollar um mehr als 30 % zu steigern. Für Investitionen in neue Werke und Anlagen veranschlagt das Unternehmen 52 bis 56 Milliarden US-Dollar (45,5 bis 49 Mrd. Euro), um die von KI getriebene Nachfrage bedienen zu können.

Neue Fertigungsstätten entstehen derzeit oder werden vorbereitet in Arizona, Japan und Deutschland. Das zeigt sowohl die Größenordnung der Kundennachfrage als auch den politischen Willen, die heimische Chipproduktion zu stärken.

Die TSMC-Aktie legte nach der Umsatzmeldung vom Montag um rund ein Prozent zu.

Nun richten Investorinnen und Investoren den Blick auf den ausführlichen Quartalsbericht am Donnerstag. Sie hoffen auf Details zu Profitabilität, Margen, Jahresprognose und zur Einführung der Zwei-Nanometer-Fertigungstechnik des Unternehmens, die schon jetzt auf großes Kundeninteresse stößt.

KI als Wachstumsmotor

Das Unternehmen steht im Zentrum eines der größten Investitionszyklen in der Geschichte der Halbleiterbranche.

Viele der weltweit führenden KI-Prozessoren entstehen bei TSMC in Taiwan, darunter GPUs von Nvidia und ein Großteil der kundenspezifischen KI-Chips von Amazon, Google und Microsoft.

Bei der Ergebnispräsentation im April bezeichnete Vorstandschef Che-Chia Wei die Nachfrage nach KI als „außerordentlich robust“. Hintergrund ist der Wandel weg von Chatbots, die nur Fragen beantworten, hin zu agentischen KI-Systemen, die eigenständig handeln können.

Dieser Übergang erfordert deutlich mehr Rechenleistung. Entsprechend wächst die Nachfrage nach den besonders leistungsfähigen Chips von TSMC.

Fortschrittliche Technologien – also Chips, die mit Strukturbreiten von sieben Nanometern oder weniger gefertigt werden – machten im ersten Quartal 74 % des Wafer-Umsatzes aus.

Allein die Drei-Nanometer-Technologie von TSMC steuerte 25 % zum Wafer-Umsatz bei.

Berichte deuten darauf hin, dass Nvidia sich für 2026 rund 60 % von TSMCs Kapazitäten für fortgeschrittene Chip-Verpackung gesichert hat. Das unterstreicht, dass das Angebot im KI-Chipmarkt weiterhin begrenzt ist.

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