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"Kreatives Europa": EU-Milliarden für Kultur nach dem Lockdown

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"Kreatives Europa": EU-Milliarden für Kultur nach dem Lockdown
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Von su  mit AFP

Das neue europäische Kulturförder-Programm „Creative Europe 2021-2027" steht – mit der Zustimmung des EU-Parlaments: Das Gesamtbudget – 2,5 Milliarden Euro – bedeutet eine beachtliche Erhöhung von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorgängerprogramm.

Tomasz Frankowski (MdEP, Europäische Volkspartei, Polen):

„Nach einigen Jahren haben wir eine Einigung erzielt, die sehr wichtig ist, ein Signal für den gesamten Kultur- und Kreativsektor. Es ist das Unterstützungsprogramm für Kreative und Künstler mit dem größten Budget bisher. Noch nie in ihrer Geschichte hat die Europäische Union so viel für Kultur ausgegeben wie in den kommenden sieben Jahren.“

Kultur kümmert sich um die Seele, ist aber auch eine produktive Sache
Massimiliano Smeriglio
MdEP, Progressive Allianz der Sozialdemokraten S&D, Italien

"Creative Europe 2021-2027" soll der Kultur helfen, sich von Lockdowns zu erholen. Enthalten sind bereits etablierte Förderschienen für europäische Zusammenarbeit, so wie für die Entwicklung, Verbreitung und Promotion europäischer Filme. Ein paar Förderinstrumente kommen dazu – für Mobilität, Qualitätsjournalismus und Medienkompetenz sowie innovative Ansätze in allen Kulturbereichen.

Massimiliano Smeriglio (MdEP, Progressive Allianz der Sozialdemokraten S&D, Italien):

„Das waren zwei Jahre schwieriger Verhandlungen mit dem Rat und der Kommission. Es war ein steiniger Weg, auch wegen der Pandemie, und daher wurde die komplizierteste Arbeit hinter den Kulissen geleistet. Aber am Ende sind wir zufrieden, auch weil 2,5 Milliarden ein wichtiges Signal gegen den Trend sind. Es ist das erste Mal, dass das Europäische Parlament den Trend umkehrt und in das kulturelle System investiert. Kultur kümmert sich um die Seele, ist aber auch eine produktive Sache.“

Das neue “Kreative Europa” gilt ab 1. Januar 2021 und deckt alle kulturellen Bereiche ab, vom Kino über Bücher, Architektur bis hin zu allen darstellenden Künsten.

Das Förderprogramm soll "der Kultur- und Kreativbranche helfen, die Chancen des digitalen Zeitalters und der Globalisierung zu nutzen; den Branchen die volle Entfaltung ihres Wirtschaftspotenzials ermöglichen und so zu nachhaltigem Wachstum, Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt beitragen; Europas Kultur- und Medienbranche neue internationale Chancen, Märkte und Zielgruppen erschließen."

Ein Online-Beratungsprogramm der österreichische Kontaktstelle ermöglicht Interessierten, das Programm kennenzulernen.

su mit AFP