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"Hier ist mein Herz": Khaled Dawwa zeigt die Narben Syriens

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Der syrische Bildhauer Khaled Dawwa in seinem Atelier vor seiner Skulptur "Voici mon coeur" (21.10.2021)
Der syrische Bildhauer Khaled Dawwa in seinem Atelier vor seiner Skulptur "Voici mon coeur" (21.10.2021)   -   Copyright  JOEL SAGET/AFP
Von Euronews  mit AFP

Seit 2014 lebt der syrische Bildhauer Khaled Dawwa im französischen Exil. Seine eigene Geschichte und die seines Landes verarbeitet er in zum Teil monumentalen Skulpturen: den Arabischen Frühling, dessen Niederschlagung, Krieg und Flucht.

Es gehe ihm darum, eine Spur zu hinterlassen - gegen das Vergessen. "Als Künstler fühle ich mich für die Kunst verantwortlich, da ich die Mittel habe, im Gegensatz zu den anderen, mich auszudrücken.

Bei diesem Projekt habe ich vor allem versucht, mich auf das Leben der Menschen zu konzentrieren, die dort waren, auf ihr Leben, ihren Alltag, ihre Erinnerungen. Und was es bedeutet, wenn ein Viertel zerstört wird. Ich wollte ein Stück Syrien hier herbringen, um zu zeigen, was dort wirklich geschieht."

Khaled Dawwa /JOEL SAGET / AFP
Der syrische Bildhauer Khaled Dawwa und sein Werk "Voici mon coeur": eine zerstörstes Viertel in Ost-Ghouta bei DamaskusKhaled Dawwa /JOEL SAGET / AFP

"Voici mon coeur" - hier ist mein Herz - heißt ein aktuelles Werk aus Ton. Es zeigt ein zerstörtes Viertel in Ost-Ghouta bei Damaskus. Seine Darstellung sei eine Aufforderung, die vom syrischen Regime und seinen Verbündeten begangenen Massaker nicht zu vergessen, sagt der Künstler.

"Das hier ist alles ausgedacht, aber in den Häusern gibt es Fotos. Wir sehen echte Menschen, die entweder in den Gefängnissen des Regimes starben oder massakriert wurden", erklärt Khaled Dawwa. "Das sind Freunde und Menschen, deren Geschichte ich kenne.

Dieser Mann zum Beispiel heißt Ali Mustafa, ein Freund, den ich seit meiner Kindheit kenne. Jetzt ist er seit 8 Jahren ein Gefangener des Regimes und niemand weiß, wo er sich aufhält."

Nach der Ausstellung in Paris ist Aufnahme seines Werks in die Sammlung eines großen französischen Museums im Gespräch. Derweil setzt Khaled Dawwa seine Arbeit als Künstler und Zeitzeuge fort.