Von den 37 Acts, die nach Basel gereist waren, wurden elf nach Hause geschickt, so dass nun noch die 26 Finalisten übrig sind.
Die Finalisten des 69. Eurovision Song Contest steht nach dem zweiten Halbfinale am Donnerstag fest. 26 Länder werden am Samstag im großen Finale vor Tausenden von Fans in Basel antreten.
Zu denjenigen, die es geschafft haben, gehören der klassisch ausgebildete österreichische Tenor JJ, der mit seinem Pop-Oper-Song "Wasted Love" als einer der Favoriten gehandelt wird.
Auch Miriana Conte aus Malta konnte die Zuschauer mit ihrem Song "Serving" und einem extravaganten Bühnenbild beeindrucken, genau wie die finnische Starterin Interpretin Erika Vikman mit ihrem deutschen Titel "Ich komme".
Deutschland zählt mit Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zu den fünf großen Geldgeberländern, die neben dem Gastgeberland Schweiz automatisch starten dürfen. Deutschland ist bei den Wettbüros im Mittelfeld. Die Geschwister Abor (26) und Tynna (24) aus Wien hatten die deutsche Vorentscheidung mit ihrem selbst geschriebenen Song «Baller» gewonnen.
Weiter kamen auch Litauen, Armenien, Dänemark, Luxemburg, Lettland, Griechenland und Israel.
Wer ist im Halbfinale ausgeschieden?
Elf der 37 Acts, die nach Basel gereist sind, sind wieder nach Hause geschickt, worden so dass nun noch die 26 Finalisten übrig sind.
Ausgeschieden sind im zweiten Halbfinale Australien, Montenegro, Irland, Georgien, Tschechien und Serbien.
Als klarer Favorit für das Finale am Samstag gilt das seit dem ersten Halbfinale qualifizierte Trio KAJ aus Schweden, das mit seinem "Bara bada bastu" ein eingängiges Loblied aufs Saunieren singt. Am Dienstag hatten sich auch Norwegen, Albanien, Island, die Niederlande, Polen, San Marino, Estland, Portugal und die Ukraine qualifiziert. Ausgeschieden im ersten Halbfinale sind Slowenien, Belgien, Aserbaidschan, Kroatien und Zypern.
Kontroverse zu Teilnahme Israels
Nachdem der ESC im vergangenen Jahr in Malmö von heftigen Protesten gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen begleitet war, haben nun auch in Basel mehrere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und ehemalige Teilnehmer den Ausschluss Israels vom Wettbewerb gefordert.
Das Land hat eine Überlebende der Anschläge der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 geschickt, Yuval Raphael. Wettbüros sehen sie mit dem Song «New Day Will Rise» auf einem der ersten zehn Plätze.
Videos in den sozialen Medien zeigten, wie während Raphaels Probe am Donnerstag eine große palästinensische Flagge in der Menge geschwenkt wurde, ihr Auftritt wurde von Trillerpfeifen gestört.
Die Organisatoren der Veranstaltung, die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG-SSR, teilte mit, dass Sicherheitspersonal die Beteiligten aus dem Saal eskortiert haben.
Außerhalb des Veranstaltungsortes versammelten sich am Mittwochabend Hunderte von pro-palästinensischen Demonstranten in der Basler Innenstadt, um ein Ende der israelischen Militäroffensive und ihren Ausschluss von der Eurovision zu fordern.
Viele erinnerten daran, dass Russland nach seinem Einmarsch in der Ukraine im Jahr 2022 von der Eurovision ausgeschlossen worden war.
"Es sollte ein glücklicher Anlass sein, dass die Eurovision endlich in der Schweiz stattfindet, aber das ist es nicht", sagte ein Demonstrant bei der Demonstration am Mittwoch. "Wie können wir Russland zu Recht ausschließen, aber Israel trotzdem willkommen heißen?"
Mehrere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, darunter spanische, irische, irische und flämische, riefen zu einer Diskussion über die Teilnahme Israels auf. Die Europäische Rundfunkunion, die die Eurovision veranstaltet, verteidigte ihre Entscheidung, Israel zur Teilnahme zuzulassen, und erklärte, der Wettbewerb müsse politisch neutral bleiben.
Auch mehr als 70 ehemalige Eurovisionskandidaten unterzeichneten einen Brief, in dem sie den Ausschluss Israels forderten, darunter auch der letztjährige Gewinner Nemo, der gegenüber der HuffPost UK erklärte, dass "Israels Handlungen grundlegend im Widerspruch zu den Werten stehen, die die Eurovision zu verteidigen vorgibt - Frieden, Einheit und Achtung der Menschenrechte".
Letztes Jahr wurde die israelische Teilnehmerin Eden Golan während ihres Live-Auftritts ausgebuht. Raphael sagte, sie erwarte das Gleiche, sagte aber: "Wir sind hier, um zu singen, und ich werde mir für alle das Herz aus dem Leib singen."