Die Erfolgsserie „Beef“ kehrt auf Netflix mit Staffel zwei zurück. Das V&A East in London zeigt eine neue Ausstellung zu Black British Music.
Dancehall-Hits, explosive Wutausbrüche auf der Leinwand und verfluchte Kinder – in unserer Wochenübersicht der neuen Ausstellungen, Filme, Serien und Musikveröffentlichungen in Europa ist für alle etwas dabei.
Wer sich noch von den Osterfeiertagen erholt oder schon voller Frühlingsenergie steckt, findet hier Anregungen für die nächsten Pläne.
Ausstellungen
The Music is Black: A British Story
Wann: 18. April
Wo: V&A East (London, Vereinigtes Königreich)
Vom Klavier Winifred Atwells bis zur von Banksy entworfenen Stichschutzweste von Stormzy zeichnet das V&A in einer großen neuen Schau 125 Jahre Black British Music nach. Mehr als zweihundert Exponate, darunter Fotografien, Kostüme, Instrumente und vieles mehr, zeigen, wie Schwarze Künstlerinnen und Künstler die britische Kultur geprägt haben. Ihre Musik dient seit Jahrzehnten als starkes Mittel für Widerstand, Identität und gesellschaftlichen Wandel. Mehr Infos hier (Quelle auf Englisch).
Helen Frankenthaler
Wann: 18. April - 23. August 2026
Wo: Kunstmuseum Basel (Schweiz)
Die US-amerikanische Malerin Helen Frankenthaler gilt als Pionierin der „soak-stain“-Technik und hat die abstrakte Malerei mit ihren fließenden Farbfeldern neu definiert. Das Kunstmuseum Basel rückt die anhaltende Wirkung ihres Œuvres in den Mittelpunkt. Werke aus sechs Jahrzehnten treten in Dialog mit den Kunstströmungen, die sie inspiriert haben. Es ist die bisher größte europäische Ausstellung zu ihrem Schaffen und eröffnet einen frischen Blick auf Frankenthalers farbintensive Welt. Weitere Infos hier. (Quelle auf Englisch)
Bonus-Tipp: Eine bezaubernde Schau über das wohl beliebteste Fabelwesen: „Unicorns!“ galoppiert noch bis zum 12. Juli 2026 durch das Pariser Musée de Cluny (Quelle auf Englisch).
Filme
Lee Cronins „The Mummy“
Wo: Kinos
Wann: 17. April
In den vergangenen Jahren kehrten Frankenstein und seine Braut zurück, dazu Wolfsmenschen, Dracula und unzählige andere Vampire. Mumien blieben dagegen rar. Regisseur Lee Cronin („Evil Dead Rise“) will das nun ändern und denkt das „The Mummy“-Franchise neu.
Acht Jahre nachdem ein junges Mädchen spurlos in der Wüste verschwand, steht es plötzlich wieder vor seiner Familie. Die erste Erleichterung schlägt jedoch rasch in blanken Schrecken um. Die Angehörigen merken, dass sie nicht mehr die Tochter vor sich haben, die sie einst kannten, sondern etwas weitaus Verfluchteres...
Zu erwarten ist typisches Blumhouse-Material: zahlreiche Jump-Scares, üppiges CGI und unheimliche Kinder. Brendan Fraser taucht leider nicht auf.
Bonus-Tipp: Yellow Letters, der diesjährige Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale, läuft jetzt in den französischen Kinos. Unsere Kritik lesen Sie hier.
Serien
Beef
Wo: Netflix
Wann: 16. April
„Beef“ gehörte zu den stärksten Serien des Jahres 2023. Die Geschichte zweier fremder Menschen, deren Leben nach einem Wutanfall im Straßenverkehr entgleisen, verband bitterbösen Humor mit scharfer Gesellschaftsanalyse. Staffel zwei verspricht ähnlich nervenaufreibend zu werden, diesmal mit komplett neuer Besetzung und einem Fokus auf den Generationenkonflikt. Cailee Spaeny und Charles Melton spielen ein Gen-Z-Paar, das sich mit seinen deutlich älteren, verheirateten Chefs – verkörpert von Carey Mulligan und Oscar Isaac – anlegt. Eskalation ist programmiert.
Weitere Tipps: In „Margo's Got Money Troubles“ auf Apple TV+ kämpft College-Abbrecherin und frischgebackene Mutter Margo (Elle Fanning) mit den wachsenden Belastungen ihres Alltags; Start ist der 15. April. Auf Netflix erzählt die Doku „Ronaldinho: The One and Only“ ab dem 16. April vom Aufstieg des brasilianischen Fußballstars.
Musik
Jessie Ware: Superbloom
Wann: 17. April
Jessie Ware gilt als unumstrittene Königin des Dancehall-Pop. Ihr letztes Album „That! Feels Good!“ bot nach der Pandemie eine kollektive Katharsis und gehörte zu unseren Lieblingsplatten des Jahres 2023. Für „Superbloom“ ließ sich die Britin vom legendären New Yorker Club Studio 54 inspirieren. Das Ergebnis: ein noch tanzbarerer Mix aus Retro-Funk, Disco und Glam-Pop, der direkt auf die Tanzfläche zieht.
Bonus-Tipp: Die US-DJ Honey Dijon veröffentlicht am 17. April ihr neues, von Disco inspiriertes Album „Nightlife“.