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Phoebe Bridgers kündigt nach Solopause neues Album an

Phoebe Bridgers tritt während einer Konzertaufzeichnung der TV-Sendung „Austin City Limits“ im ACL Live in den USA auf, 7. Oktober 2021
Phoebe Bridgers tritt bei einer Aufzeichnung der TV-Sendung „Austin City Limits“ im ACL Live in den USA auf, 7. Oktober 2021. Copyright  Amy Harris/Invision/AP
Copyright Amy Harris/Invision/AP
Von Sarah Miansoni
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Die US-Sängerin meldet sich mit ihrem dritten Soloalbum „Lost Weekend“ zurück und startet im September eine Tournee durch die USA und Europa.

Eine Lieblingskünstlerin der Euronews-Kulturredaktion meldet sich aus der Pause zurück – mit dem Versprechen neuer, emotional aufwühlender Musik.

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Die US-Sängerin und Songwriterin Phoebe Bridgers hat die Veröffentlichung von ‚Lost Weekend‘ angekündigt, ihrem ersten Solo-Studioalbum seit sechs Jahren – und einem der von uns am sehnsüchtigsten erwarteten Alben dieses Jahres.

Bridgers’ drittes Album soll am 14. August beim Independent-Label Dead Oceans erscheinen. Es wird voraussichtlich 16 Stücke enthalten; die erste Single kommt bereits morgen um ein Uhr MEZ heraus.

Das unheimliche Cover, fotografiert vom Schweden Olof Grind, präsentierte die Künstlerin auf Instagram – der Beitrag löste begeisterte Reaktionen aus.

„Jesus kündigt die Veröffentlichung der Bibel an“, schrieb ein Nutzer. „Ich erhöhe vorsorglich schon mal meine Medikation“, meinte ein anderer – ein Verweis auf die notorisch melancholische, tränenreiche Musik der Sängerin.

Mit der Ankündigung ist ihr Solo-Comeback offiziell. Ganz weg war Bridgers allerdings nie: Seit ihrem gefeierten zweiten Album ‚Punisher‘ (2020) und der anschließenden Covid-Ära-Tour hat sie zahlreiche Kollaborationen veröffentlicht und viel live gespielt.

Die Sängerin war auf Taylor Swifts 2021 erschienenem neu aufgenommenen Album ‚Red (Taylor’s Version)‘ mit dem Song ‚Nothing New‘ zu hören und eröffnete mehrere US-Konzerte von der Eras-Tour des Superstars.

Außerdem tat sich Bridgers mit ihren Boygenius-Bandkolleginnen Julien Baker und Lucy Dacus zusammen. Die Band veröffentlichte im März 2023 ihr Debütalbum ‚The Record‘, gefolgt von einer EP mit dem Titel ‚The Rest‘ im Oktober desselben Jahres.

‚The Record‘ wurde bei den Grammy Awards 2024 als Bestes alternatives Musikalbum ausgezeichnet. Boygenius gewann zudem zwei weitere Preise für die Single ‚Not Strong Enough‘, und Bridgers nahm einen weiteren Grammy für ihre Zusammenarbeit ‚Ghost in the Machine‘ mit R&B-Sängerin SZA mit nach Hause.

‚The Record‘ schaffte es auch auf unsere Liste der besten Alben 2023. Damals schrieben wir: „Die Supergroup liefert eine süchtig machende, schmerzhaft intime Ode an die Zusammenarbeit; beim Hören des Albums hat man das Gefühl, bei einer Mikrofonsession von drei Freundinnen dabei zu sein, die ihre gemeinsame kreative Zeit wirklich genießen.“

Phoebe Bridgers, links, Lucy Dacus und Julien Baker von Boygenius bei der 66. Verleihung der Grammy Awards
Phoebe Bridgers, links, Lucy Dacus und Julien Baker von Boygenius bei der 66. Verleihung der Grammy Awards Richard Shotwell/Invision/AP

Nach den Grammys kündigte Bridgers eine Auszeit an und zog sich in den folgenden zwei Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.

Vor Kurzem meldete sie sich mit einer Reihe kleiner, unspektakulärer Konzerte in den USA zurück. Den Höhepunkt bildete ein überraschendes, handyfreies Konzert im Madison Square Garden am vierten Juni.

Die Ticketpreise für die Show in New York City lagen zwischen einem und 20 Dollar. Die Einnahmen gingen an eine Organisation, die sich für die Freilassung von Menschen aus Abschiebehaftzentren einsetzt.

Die Tickets wurden per Losverfahren vergeben; gängige Plattformen wie Ticketmaster blieben außen vor. Diese stehen seit einigen Jahren wegen dynamischer Preisgestaltung in der Kritik, die die Gebühren in die Höhe treibt.

Etwa einen Monat nach Erscheinen des neuen Albums kehrt Bridgers mit The Lost Tour auf die Bühne zurück. Die Tour führt sie von September bis Dezember 2026 durch die USA und Nordeuropa.

Bei der handyfreien Tour treten Alex G, Isaac Wood und Anaïs als Supportacts auf. Die meisten der 45 Termine sind bereits ausverkauft.

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