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EU: Google muss für Geschäftsgebaren mit Rekordstrafe bezahlen

EU: Google muss für Geschäftsgebaren mit Rekordstrafe bezahlen
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Von Stefan Grobe
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Mehr als 3,4 Milliarden Euro für Verletzung des Wettbewerbsrechst

Die EU-Kommission setzt zum bisher härtesten Eingriff in das Geschäftsmodell von Google an.

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Wegen seines Gebarens beim Smartphone-System Android überzieht Brüssel den Internet-Riesen mit der Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro.

Somit soll der US-Konzern rasch zu mehr Konkurrenz gezwungen werden.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager begründete vor Journalisten die Höhe der Straf mit der Schwere der Tat.

Google habe auf sehr ernste Weise gegen das Gesetz verstoßen.

Das Vorgehen gegen Google kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die transatlantischen Beziehungen auf einem historischen Tiefpunkt sind, ausgelöst durch Donald Trumps aggressive Politikschwankungen.

Trump hatte Vestager einmal abfällig die europäische "Steuer-Dame" genannt, die die USA hasse.

Darauf angesprochen sagte Vestager:

"Ich arbeite über Steuerfragen, und ich bin eine Frau. Trump ist also 100 Prozent korrekt. Ich mag die USA sehr, doch die Entscheidung hat nichts mit Gefühlen zu tun, sondern mit der Umsetzung des Wettbewerbsrechts. Die politische Großwetterlage ist reiner Zufall."

Auf die Strafe können weitere hohe Zahlungen folgen, wenn Google sein Verhalten nicht binnen 90 Tagen ändert.

Diese könnten rund 15 Millionen Euro pro Tag erreichen - auch rückwirkend.

In einer aufgezeichneten Video-Botschaft äußerte Google-Chef Sundar Pichai die Besorgnis, die Brüsseler Entscheidung bringe das Android-Ökosystem durcheinander.

Deswegen werde Google die Strafe gerichtlich anfechten.

Die Kommission stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, immer ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen müssen.

So kämen zum Beispiel auch Googles Browser Chrome und die Google-Suche immer auf die Geräte, selbst wenn ein Hersteller zum Beispiel nur die App-Plattform Play Store installieren willen.

Der Verbraucherschützer Agustín Reyna vom Europäischen Verbraucherverband rechnet nach der Strafe mit mehr Auswahl.

Bisher sei Konkurrenzanbietern wegen Google der Marktzugang sehr erschwert worden.

Google kontert, die Bündelung mehrerer Apps sei nötig, weil Nutzer Google-Dienste sonst nicht vernünftig einsetzen könnten.

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