EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Brexit: London zieht in Brüssel Unwissen vor

Brexit: London zieht in Brüssel Unwissen vor
Copyright 
Von Stefan Grobe
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Brexit: London zieht in Brüssel Unwissen vor. Britische Diplomaten gehen ab September nicht mehr zu EU-Sitzungen

WERBUNG

In Brüssel ist politischer Erfolg gleichbedeutend mit Wissen. Deswegen finden auf allen Ebenen der Entscheidungsträger nahezu täglich Konferenzen statt.

Die britische Regierung will nun mit Blick auf Brexit ihre Diplomaten aus den meisten dieser EU-Meetings abziehen.

Diese sollen ihre Zeit ab September gewinnbringender verbringen, so London.

Eine kurzsichtige Entscheidung, meint Analystin Georgina Wright vom Londonder Institute for Government.

"Wenn man Sitzungen auslässt, bekommt man kein klares Bild. Man hört hier etwas und da etwas, aber man ist nicht präsent bei vertraulichen Gesprächen bei Kaffee und im Flur - und das, obwohl Großbritannien noch bis Ende Oktober EU-Mitglied ist.

Es wäre daher eher weiser für britische Diplomaten, noch an so vielen Meetings wie möglich teilnzunehmen."

Doch so denkt Boris Johnson nicht - stattdessen macht er das genaue Gegenteil seiner Vorgängerin, die zusätzliche Diplomaten nach Brüssel geschickt hatte.

Der Grund: sicherzustellen, dass London nichts entgeht.

Georgina Wright: "Theresa Mays Ansatz war, wenn britische Diplomaten nach dem Brexit nicht mehr am Tisch sitzen, dann muss die britische Präsenz bis dahin gestärkt werden.

Denn einmal draußen, wird es sehr viel schwieriger sein, Informationen zu bekommen."

Johnson setzt indes alles auf eine Karte - in der Hoffnung, dass seine Parlamentsmehrheit von einer Stimme hält.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

The Brief from Brussels: Elfenbeinhandel, Brexit

Großbritannien: Gerangel um No-Deal-Brexit

Erdoğan kündigt baldiges Ende der Militäroperation gegen die PKK im Nordirak und Syrien an