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Großbritannien: Gerangel um No-Deal-Brexit

Großbritannien: Gerangel um No-Deal-Brexit
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Die Uhr bis zu dem geplanten Austrittstermin Großbritanniens aus der EU tickt. Der No-Deal-Brexit rückt näher. Da mobilisiert sich die Opposition, um diesen zu verhindern.

Jeremy Corbyn, Vorsitzender der Labour Partei, sagt über seinen Widersacher, Premierminister Boris Johnson:

"Er ist von dem No-Deal-Brexit so besessen, dass er uns von Europa wegbringt, hinein in die Arme von Donald Trump."

Corbyn hat dazu aufgerufen, Boris Johnson mit einem Misstrauensvotum aus dem Amt zu drängen. Er plant, vorübergehend als Premierminister selbst das Steuer zu übernehmen und so einen ungeregelten Brexit zu verhindern. Als Premier würde Corbyn Neuwahlen ausrufen und ein neues Referendum auf den Weg bringen.

Seine Vorschläge stoßen allerdings auf ein geteiltes Echo.

Nicola Sturgeon, die Regierungschefin Schottlands sagt, dass es kein Geheimnis sei, dass sie kein großer Fan von Jeremy Corbyn sei. Aber:

"Wir werden keine Möglichkeit ausschließen, wenn wir damit die drohende Katastrophe des No-Deal-Brexit verhindern."

Corbyn bräuchte für seinen Vorstoß die Hilfe der Liberaldemokraten - mit denen kann er aber nicht rechnen.

Jo Swinson, die Vorsitzende der Liberaldemokraten, kann der Idee einer Übergangsregierung etwas abgewinnen. Auch sie ist gegen einen ungeregelten Brexit:

"Wir befinden uns in einer nationalen Krise. Um diese zu lösen, brauchen wir eventuell eine Übergangsregierung."

Sie glaubt aber nicht, dass diese von Corbyn geführt werden könne. Swinson plädiert für eine Übergangsregierung der "nationalen Einheit", die beide Seiten des Unterhauses repräsentieren könnte.