EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will ein Wohnquartier neben ihrem Büro

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Von Stefan Grobe
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Zwar wird so Zeit und Geld gespart, doch Arbeitsschützer sehen von der Leyens Beispiel kritisch.

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Downing Street 10, das Weiße Haus, der Kreml, der Elysee-Palast - berühmte Residenzen internationaler Staatslenker.

Der Sitz der Europäischen Kommission gehört nicht unbedingt dazu.

Aber vielleicht bald. Die künftige Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will gleich neben ihrem Büro ein Wohnquartier einrichten.

Haushaltskommissar Günther Oettinger hat nichts dagegen.

Klare Vorteile: Es werden Zeit und Geld gespart. Außerdem sprechen Sicherheitsargumente dafür.

Aber eines der Grundprinzipien der EU ist der Schutz der Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern.

Und deren Vertreter sehen von der Leyens Beispiel kritisch.

Man sollte nicht morgens, mittags und abends im Büro sein. Man sollte auch nicht morgens, mittags und abends am Telefon erreichbar sein, sagt Esther Lynch vom Europäischen Gewerkschaftsverband.

Insofern gebe von der Leyen ein beunruhigendes Signal, dabei biete sie sonst in ihrem Leben als Mutter mit toller Karriere ein so gutes Beispiel.

Aber man sollte nicht am Arbeitsplatz leben, um erfolgreich zu sein.

Ursula von der Leyen will das Berlaymont-Gebäude zu ihrer Wohnung machen.

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