Mit Balkan-Kultur gegen die Krise: eine heilende Kraft

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Von Laura Ruiz Trullols
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Das jährliche Balkan Trafik Festival in Brüssel wurde abgesagt. Doch die Show geht weiter, nämlich online. Und dort bieten sich ungeahnte Möglichkeiten #Coronavirus

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Ein Rap-Champion und ein Meister an der Gitarre.

Beide sollten eigentlich auf dem jährlichen Balkan Trafik Festival in Brüssel auftreten.

Daraus wird nichts, doch die Show geht weiter und zwar online.

Nun wird es ein digitales Festival mit live-gestreamten Performances, Diskussionen und Videoclips.

Das könnte Künstlern zugute kommen, die sonst vermutlich nicht ein Publikum in Westeuropa erreichen würden.

"Unser Chor wurde 1993 während des Krieges in Bosnien-Herzegowina gegründet", sagt Kenan Hadzifejzovic.

"Wir konnten nicht wie normale Menschen ausgehen, aber wir hatten unseren Gesang in Bunkern. Musikalisch sind wir gewachsen, und wir konnten diese schwere Zeit durchstehen."

Für die Organisatoren war es wichtig, das festival nicht komplett abzusagen, sondern den Menschen einen EInblick in die Balkan-Kultur zu geben - von ihrem Laptop aus.

"Es ist ein neuer Weg der Kommunikation und des Kennenlernens unserer Nachbarn jenseits der EU-Grenzen. Ein neuer Weg, Geschmack am Balkan zu bekommen", sagt Nicolas Wieers, einer der Organisatoren.

Für Silvia Grădinaru, eine Lyrikerin aus Rumänien, kann Kunst in Zeiten von Epidemien eine heilende Kraft ausüben.

"Die Menschen brauchen heute mehr denn je die Auseinandersetzung mit Kunst. Es geht um das Gefühl, dass das Leben weitergeht. Es ist nicht soziale Distanz, sondern physische. Wir sind immer noch zusammen."

Journalist • Stefan Grobe

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