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Welche Strategie für die Landwirtschaft in Europa?

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Von Isabel Marques da Silva
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Die EU versucht, in der Agrarpolitik ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Zwängen und ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft zu finden.

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Der Traum vom Bio-Bauernhof mit einer Lebensmittel-Produktion für eine Kleinstadt: Tom Troonbeeckx machte ihn vor mehr als zehn Jahren wahr.

Der Bauer nahe der Stadt Löwen gründete damals die erste gemeinschaftliche Farm in Belgien.

Heute zahlen etwa 700 Menschen pro Jahr 330 Euro, um sich direkt von der Kooperative mit Gemüse, Fleisch und Getreide zu versorgen.

Dieses Modell auszubauen hält er für möglich - unter bestimmten Bedingungen.

Er sei gegen Subventionen und denke, dass Preise die wahren Produktionskosten bei Lebensmitteln wiederspiegeln sollten.

Je größer die Bio-Produktion sei, desto günstiger die Preise für die Verbraucher.

Andererseits könnten einige Subventionen durchaus vernünftig sein, denn die Landwirtschaft sei in sehr schlechter Verfassung.

Dabei sollte man den Schwerpunkt auf Innovation legen und auf Menschen mit neuen Ideen, denn die Branche brauche mehr Leute, die Landwirte werden wollten.

Ein Viertel der Erntefläche für die Bio-Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen, das ist das Ziel der der EU-Strategie "Farm to Fork" (Bauernhof zur Gabel).

Diese will auch den Gebrauch von Chemikalien bei der Lebensmittelproduktion reduzieren, von Pestiziden zu Düngemitteln.

Nach Ansicht der EU-Kommission wird dies zu einer umweltfreundlichen nachhaltigeren Wirtschaft beitragen, wie sie der Grüne Umweltpakt vorsieht.

In einer Zeit, in der die Welt mit den Folgen einer Pandemie kämpfe, müsse auch über eine bessere Widerstandskraft nachgedacht werden, meint Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans.

Wie könne der Wunsch vieler Menschen nach besserem Gesundheitsschutz umgewandelt werden in konkrete Pläne und Projekte?

Vor dem Hintergrund einer Bio-Diversifizierung sei die "Farm and Fork"-Strategie ein wichtiges Element des Wiederaufbauplans der EU.

Die traditionellen Akteure der Landwirtschaftsindustrie sehen in neuen Vorschriften zunächst einmal zusätzlichen Druck.

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Auch befürchten sie Kürzungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik mit nächsten langfristigen Haushalt.

Die Aussicht auf eine Rezession machen alles nicht gerade einfacher.

Es sei sehr wichtig für das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten im Rat, über die Erwartungen von Verbrauchern und Bürgern nachzudenken, wenn es um eine unterm Strich teurere Landwirtschaft gehe, so Pekka Pesonnen vom Europäischen Bauernverband.

Denn zusätzliche Bedingungen kosteten Geld.

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Seien die Verbraucher bereit, mehr zu bezahlen, wenn die Coronavirus-Krise unweigerlich zu geringerer Kaufkraft führe.

Der Gesamtplan der EU sieht zudem einen besonderen Schutz von Bio-Vielfalt vor.

So sollen bis 2030 zehn Prozent der Agrarflächen wieder in Naturland umgewandelt werden.

Journalist • Stefan Grobe

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