Maskenstreit im Wahlkampf - wird es brenzlich für Jens Spahn?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
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Von Verena Schad
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Jens Spahn (CDU) lehnt sich weit aus dem Fenster und verspricht, dass die verteilten FFP2-Masken sicher sind, aber seine Gegner lassen nicht locker.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehnt sich weit aus dem Fenster und verspricht, dass die verteilten FFP2-Masken sicher sind, aber seine Gegner lassen nicht locker.

In der Masken-Affäire erhöht die Opposition den Druck auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Seinem Ministerium wird vorgeworfen, minderwertige FFP2-Masken an Obdachlose und Menschen mit Behinderungen verteilt zu haben. 

Wenige Monate vor der Bundestagswahl werden scharfe Töne angeschlagen, Spahn wird parteiübergreifend heftig kritisiert, die FDP verlangt einen Sonderermittler, die SPD seinen Rücktritt. Das Amt des Gesundheitsministers ist in Pandemiezeiten kein einfaches, doch im Wahlkampf kommen die Einschläge immer näher. Nach dem aufgedeckten Betrug in Covid-Testzentren und fehlenden Kontrollen kommt jetzt das Maskendebakel hinzu.  

"Wenn das einer unserer Minister, einer unserer Ministerinnen wäre: Wir wüssten was zu tun ist", hatte SPD-Vorsitzende Saskia Esken gesagt.

Rückendeckung erhält Spahn von der eigenen Partei. Partei-Chef Armin Laschet sagt, die SPD hole nur aus, um der CDU wahltaktisch zu schaden. "Die Pauschalität, Tonlage und die persönlichen Angriffe auf Jens Spahn, die von Mitgliedern der Bundesregierung in den letzten Tagen geäußert wurden, sind menschlich und sachlich nicht akzeptabel", so Laschet.

Jens Spahn hat sein Wort gegeben, dass die chinesischen Masken zwar kein EU-Siegel hätten, aber sicher seien. Sie hätten in den durchgeführen Schnelltests alle nötigen Sicherheitsanforderungen bestanden.

Die ZEIT hat inzwischen mit eigenen Tests nachgewiesen, dass die Masken nur eine Filterleistung von 50 Prozent haben - das könnte brenzlich für den Minister werden.

Betriebe impfen Belegschaft

Unterdessen schreitet das Impfen auch in deutschen Betrieben voran - wenn auch nicht in dem Tempo, das man sich erhofft hatte. Im Chemiepark in Leverkusen und Dormagen hat man angefangen, die 32.900 Beschäftigten gegen das Coronavirus zu impfen.

Der Chemiepark hat 20.000 Dosen bestellt, 3.000 Dosen von BioNTech-Pfizer wurden bisher geliefert.

Harald Bischof ist der zuständige Arzt im Impfzentrum auf dem Werksgelände. "Es läuft gut an, es sind natürlich nicht die Mengen ... Sie sehen hier die farblichen Markierungen, wir wollten eigentlich gerne in vier Impfstraßen impfen, wir betreiben im Moment eine. Das wird schlicht und ergreifend begrenzt durch die Menge an Impfstoff, die wir bekommen haben", sagt Bischof.

Nachdem die Priorisierung beim Impfen aufgehoben wurde, können in Deutschland alle, die älter als 12 Jahre sind, einen Termin vereinbaren. Dennoch werden viele Menschen noch einige Zeit auf eine Impfung warten müssen.

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