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Mehr Waffen und noch viel mehr - Forderungen ukrainischer Politiker in Brüssel

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Von Sandor Zsiros
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Eine Delegation ukrainischer Politiker hat bei einem Besuch in Brüssel mehr Waffen für ihren Kampf gegen die russischen Invasoren gefordert. Darunter war auch Iwan Fedorow, der Bürgermeister der besetzten Stadt Melitopol.

Im März wurde er von russischen Truppen entführt und Tage später in einem Gefangenenaustausch wieder freigesetzt.

Man brauche Unterstützung von der Europäischen Union, vor allem Waffen, sagte Fedorow. Militärische Ausrüstung, Fahrzeuge, Lastwagen und vieles mehr. Die Ukraine könne die russische Aggression stoppen und den Krieg gewinnen. Dies sei wichtig für ganz Europa, nicht nur für sein Land.

Die Ukraine hat für die Zeit nach dem Krieg den EU-Beitritt beantragt. Die Hoffnung der Politiker in Kiew ist, dass dieser Prozess weniger als zehn Jahre dauert.

Präsident Zelenskiy habe einen Fragebogen beantwortet, der innerhalb einer Woche bearbeitet worden sei - ein historischer Rekord, sagt die ukrainische Parlamentsabgeordnete Maria Mesentseva. Der Leiter der EU-Mission in Kiew habe versichert, dass das weitere Verfahren ebenfalls zügig von statten gehe. Der Europa-Ausschuss ihres Parlements sei zu dem Schluss gekommen, dass mehr als 70 Prozent der Assoziierungsvereinbarung erfüllt sei. Sie sei daher zuversichtlich, dass der Beitritt in weniger als einem Jahrzehnt kommen werde.

Während die Europäische Kommission die sechste Sanktionsrunde gegen Russland vorbereitet, werden Forderungen nach einem vollständigen Energieembargo gegen Russland lauter.

Ein volles Embargo für alle Energiequellen, Kohle, Gas und natürlich Brennstoffe und Öl, nicht nur einen Teil davon, so der polnische Christdemokrat Andrzei Halicki. Jetzt sei nicht die Zeit für wirtschaftliche Kalkulationen, sondern für eine deutliche sofortige politische Reaktion gegen Russland.

Melitopols Bürgermeister warnte Ungarn und Bulgarien vor ihrem Widerstand gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Ohne diese Unterstützung werde der Krieg auch ihre Länder erreichen.

Journalist • Stefan Grobe