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Russlands Offensive: Kommen die schweren Waffen für die Ukraine aus dem Westen schnell genug?

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Von Euronews  mit AFP, AP
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Waffen aus den USA für die Ukraine
Waffen aus den USA für die Ukraine   -   Copyright  Mauricio Campino/AP

Wegen Russlands neuer Offensive im Donbas will der Westen der Ukraine mehr Waffen liefern. Doch kommen diese Waffen schnell genug?

US-Präsident Joe Biden hat mit der EU, der NATO und den G-7-Staaten auch vereinbart, die finanzielle Hilfe für Kiew aufzustocken. Und Washington hat die Lieferung von Kampfjets bekannt gegeben.

Washington hat seine Hilfe zuletzt um 800 Millionen Dollar aufgestockt und schickt weitere Javelin-Panzerabwehrraketen, Stinger-Luftabwehrraketen sowie jetzt auch 18 Panzerhaubitzen, 200 Schützenpanzer und 11 Mi-17 Helikopter.

Pentagon-Sprecher John Kirby betonte, wie wenig Zeit zwischen der Entscheidung und der Lieferung der Waffensysteme liege. So sei das Material, das die Ukraine brauche, um sich zu verteidigen, 48 Stunden nach der Entscheidung des Präsidenten auf den Weg gebracht worden.

In Deutschland sah sich Olaf Scholz gedrängt, die Position Deutschlands zu verteidigen. Auch aus seiner Koalition fordern einige die Lieferung schwerer Waffen an Kiew. Doch der Kanzler schloss eine Beteiligung der NATO und Deutschlands am Krieg in der Ukraine weiter aus.

Selenskyj: Mit mehr Waffen den Krieg beenden

In seiner Ansprache in der Nacht auf Mittwoch erklärte Präsident Wolodymyr Selensky, dass der Krieg beendet werden könne, wenn die Ukraine alle geforderten Waffen bekomme.

Der Staatschef der Ukraine sagte: "Wenn wir Zugang zu allen Waffen hätten, die wir brauchen, die unsere Partner haben und die mit den Waffen der Russischen Föderation vergleichbar sind, hätten wir diesen Krieg bereits beendet. Wir hätten den Frieden wiederhergestellt und unser Gebiet von den Besatzern befreit. Denn die Überlegenheit des ukrainischen Militärs in Taktik und Weisheit ist ganz offensichtlich".

Ist Russlands Übermacht groß genug?

Margarete Klein, Leiterin der Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien bei Stiftung Wissenschaft und Politik, meint im Tagesspiegel, dass für eine rasche Eroberung des Donbass eine russische Übermacht von eins zu drei gegenüber der Ukraine nötig sei. Den mehr als 120.000 russischen Soldaten sollen zur Zeit etwa 80.000 ukrainische gegenüberstehen. Doch all diese Zahlen beruhen auf ungefähren Schätzungen.

Beim virtuellen Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und den europäischen Staats- und Regierungschefs am Dienstagabend einigten sich Washington und die EU auch darauf, "Moskaus internationale Isolation" zu verstärken.