Covid-Gefahr: Behörden bleiben gegenüber Passagieren aus China wachsam

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Von Stefan Grobe  & Efi Koutsokosta
Passagiere aus China werden in Mailand auf das Coronavirus getestet.
Passagiere aus China werden in Mailand auf das Coronavirus getestet.   -   Copyright  Alessandro Bremec/LaPresse via AP

Nach fast drei Jahren geschlossener Grenzen wegen der Pandemie ist wieder ein Flug aus Peking in Brüssel gelandet.

Passagiere aus China können jetzt frei nach Europa reisen, aber die Besorgnis über neue Infektionen oder Varianten nimmt zu.

Die EU-Mitgliedstaaten haben neue Maßnahmen eingeführt, wie etwa die Forderung nach einem negativen Test vor der Reise. Aber das hat chinesische Reisende nicht entmutigt.

"Ich war überrascht. Ich dachte, Corona ist vorbei. Und jetzt ist es so, als würde man die letzten drei Jahre noch einmal durchleben", sagte eine Passagierin aus Peking.

"Das Personal wartet vor der Tür des Flugzeugs und überprüft dann alle Testergebnisse - und dann geht man einfach durch", meinte eine andere.

In der Brüsseler Ankunftshalle wartet ein Mann auf seine Frau, die er seit vier Monaten nicht mehr gesehen hat. Sie musste nach China reisen, um ihre Eltern zu besuchen, konnte dann aber nicht zurückkommen. Nun ist sie glücklich über die Rückkehr zur Normalität, aber sie macht sich Sorgen, dass noch nichts vorbei ist.

"Ich denke, dass es ein unvermeidlicher Schritt ist, nach fast drei Jahren sehr strenger Lockdown-Richtlinien. Jetzt kommt das chinesische Neujahr, und es wird eine riesige Reisetätigkeit im Land und somit eine weitere Welle von Infektionen geben. Vieles bleibt daher abzuwarten."

Belgien testet auch die Abwässer aller aus China kommenden Flugzeuge, um neue Fälle, aber vor allem neue mögliche Varianten, die die Grenzen überschreiten, zu messen.

Und trotz der Tatsache, dass es EU-weite Empfehlungen zum Umgang mit der neuen Realität gibt, verfolgen die EU-Mitgliedstaaten immer noch unterschiedliche Ansätze und Maßnahmen zu diesem Thema - und nicht alle verhängen den Negativtest.