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"In China ist Wissenschaft politisch" - EU beklagt fehlende Information zu Covid-Varianten

Ein aus China ankommender Passagier wird am Flughafen Roissy Charles de Gaulle auf COVID-19 getestet
Ein aus China ankommender Passagier wird am Flughafen Roissy Charles de Gaulle auf COVID-19 getestet Copyright AP Photo/Aurelien Morissard
Copyright AP Photo/Aurelien Morissard
Von Maria Psara
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Die EU beklagt mangelnde chinesischen Transparenz und ist in Sorge, dass sich in China neue COVID19 Varianten entwickelt haben könnten. Einige Länder haben Maßnahmen für Reisende aus China ergriffen, Peking nennt sie "diskriminierend".

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Die EU hat China kostenlose Covid-19-Impfstoffe angeboten, um Peking bei der Eindämmung des Covid-19 Ausbruchs zu helfen. Das Angebot wurde in den letzten Tagen von einer EU-Delegation in China unterbreitet, nachdem die strengen, landesweiten Pandemie-Beschränkungen aufgehoben worden waren.

Tim McPhie, sprecher der EU-Kommission: "Angesichts der Covid-Situation in China hat Kommissar Kyriakides den chinesischen Kollegen die Solidarität und Unterstützung der EU angeboten, einschließlich Fachwissen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und durch Spenden bereits variantenangepasster Impfstoffe."

China reagiert nicht auf Hilfsangebote

Peking hat bisher nicht auf das Angebot reagiert, wie die Kommission bestätigte. Die EU beklagt mangelnde chinesischen Transparenz und ist in Sorge, dass sich in China neue COVID19 Varianten entwickelt haben könnten.

Einige Länder haben Maßnahmen für Reisende aus China ergriffen, Italien, Frankreich und Spanien verlangen von den Reisenden einen negativen Test oder einen Impfnachweis. Peking hat die Testpflicht für Reisende aus China kritisiert und Gegenmaßnahmen angekündigt - die Beschränkungen seien "inakzeptabel", "diskriminierend" und hätten keine wissenschaftliche Grundlage.

Peking: Beschränkungen für chinesische Reisende "diskriminierend"

Auf der Sitzung des Gesundheitssicherheitsausschusses (HSC) einigten sich alle Mitgliedstaaten auf ein koordiniertes Vorgehen angesichts der sich verändernden COVID-19-Situation in China, die überwältigende Mehrheit der Länder spricht sich für Tests vor der Ausreise aus. In dem Entwurf der HSC-Stellungnahme werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen: 

  • Persönliche Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen für Reisende einschließlich des empfohlenen Tragens von Masken auf Flügen aus China
  • Abwasserüberwachung für Flugzeuge
  • Genomische Überwachung auf Flughäfen und Sequenzierung
  • Verstärkte Wachsamkeit der EU in Bezug auf Tests und Impfungen
  • Eine Diskussion über die Notwendigkeit von Vorabtests für Passagiere aus China vor dem Abflug.

Die Kommission wird die Stellungnahme veröffentlichen, sobald sie angenommen ist.

Wir gehen davon aus, dass die chinesischen Kollegen aufrechte Wissenschaftler sind. Aber ab einem bestimmten Punkt wird Wissenschaft in China politisch.
Marc Van Ranst
Professor für Virologie an der Katholieke Universiteit Leuven und dem Rega Institute for Medical Research

Skepsis gegenüber der chinesischen Informationspolitik

Die Analyse von Abwässern aus Flugzeugen, die aus China kommen, soll neue Hinweise auf potenziell gefährliche Virus-Varianten ergeben.

Marc Van Ranst, Leiter des Labors für klinische und epidemiologische Virologie, Rega Institut, KU Leuven: _"_Der Grund, warum wir in Europa vorschlagen, alle Varianten zu sequenzieren, die aus China stammen, ist die relativ geringe Transparenz, die China jetzt an den Tag legt. Sie reichen nicht wirklich viele Informationen bei den internationalen Datenbanken ein.... Wir wissen nicht, ob sie neue Varianten auch sofort in die Datenbank aufnehmen würden, wenn sie auftaucht. Das ist ziemlich erschreckend, weil wir davon ausgehen, dass die chinesischen Kollegen aufrechte Wissenschaftler sind. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt wird in China Wissenschaft politisch."

Im Augebnlick schaut die EU auf China, weil dort neue Varianten auftauchen. Die Gefahr könnte aber von woanders kommen: auch in den USA tauchen mehr Varianten auf.

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