Eurobarometer: Die EU-Unterstützung für den Euro bleibt hoch, die Währung erleichtert laut Studie den Handel zwischen Mitgliedsländern.
Während Bulgarien das neue Jahr mit dem Abschied vom Lev einläutet, zeigt eine aktuelle Eurobarometer-Studie, dass fast 80 % der Befragten im gesamten Euroraum den Euro als eine gute Sache für die EU ansehen.
Die höchste Zustimmung zur Gemeinschaftswährung gibt es in Finnland (91 %), Litauen (85 %), Slowenien (85 %) und der Slowakei (85 %).
Deutlich skeptischer zeigt man sich hingegen in Kroatien: Dort halten nur 38 % den Euro für gut für ihr Land – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte seit 2024. Auch in Estland und Belgien ist die Unterstützung spürbar gesunken, um sechs beziehungsweise fünf Prozentpunkte.
Viele Kroaten sind der Ansicht, dass sich die Einführung des Euro in der Übergangsphase negativ auf die Preise ausgewirkt hat. Noch immer rechnen 59 % der Befragten beim Einkaufen die Preise von Euro in kroatische Kuna um. Während eine Mehrheit im Euroraum angibt, dass der Euro ihr Gefühl europäischer Zugehörigkeit stärkt, teilen diese Ansicht in Kroatien lediglich 46 %.
Generell stehen jüngere Menschen der Gemeinschaftswährung positiver gegenüber. So sind 76 % der 15- bis 24-Jährigen der Meinung, der Euro sei gut für ihr Land. Bei den 25- bis 39-Jährigen liegt dieser Anteil bei 71 %, bei den 40- bis 54-Jährigen sowie bei den über 55-Jährigen jeweils bei 69 %.
Welche Auswirkungen hat der Euro auf die Preise?
Rund 79 % der EU-weit Befragten sind der Ansicht, dass der Euro die Geschäftstätigkeit zwischen den Mitgliedstaaten erleichtert hat – besonders häufig wird diese Meinung in Slowenien, Belgien und Frankreich vertreten. Etwa acht von zehn Befragten glauben zudem, dass der Euro den Preisvergleich und das Einkaufen über Ländergrenzen hinweg vereinfacht hat.
Knapp die Hälfte der Befragten (48 %) ist der Meinung, dass der Euro die Bankgebühren bei Reisen in andere EU-Länder gesenkt hat, während 32 % keine Auswirkungen feststellen. Mehr als die Hälfte der Menschen in der Eurozone ist außerdem überzeugt, dass der Euro das Reisen insgesamt einfacher und günstiger gemacht hat.
Nicht alle Aspekte der Währung stoßen jedoch auf Zustimmung. Rund sechs von zehn Befragten im Euroraum sprechen sich für die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen aus. In mehreren Ländern – darunter Belgien, Finnland, Irland, die Niederlande und die Slowakei – wird das Aufrunden auf fünf Cent durch nationale Regelungen bereits vorgeschrieben oder gefördert, insbesondere beim Endbetrag im Einzelhandel.
Bulgarien ist das ärmste Mitgliedsland der EU. Obwohl viele hoffen, dass der Eurobeitritt der Wirtschaft neuen Schwung verleiht, bestehen weiterhin Sorgen hinsichtlich steigender Inflation und politischer Instabilität.