Zwei Kommissionsbeamte haben bei Euronews erklärt, dass sich das "Seminar" zur Wettbewerbsfähigkeit auch mit den "Arbeitsmethoden" der Kommission befassen wird.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wird ihr Team von EU-Kommissaren zu einem Treffen einberufen, bei dem es offiziell um Wettbewerbsfähigkeit geht, das aber auch dazu dienen soll, interne Spannungen innerhalb der Kommission abzubauen, erklärten Beamte bei Euronews.
Laut der offiziellen Agenda der Kommission wird von der Leyen am heutigen Mittwoch in der belgischen Stadt Leuven ein "Kollegiumsseminar" über Wettbewerbsfähigkeit leiten.
An dem Treffen wird auch die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, teilnehmen.
Das Seminar ist Teil der Bemühungen der EU, die europäische Wirtschaft anzukurbeln und die Umsetzung des vom ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, erstellten Berichts über die Wettbewerbsfähigkeit zu beschleunigen.
Das Seminar wird die Arbeit der EU-Staats- und Regierungschefs ergänzen, die am 12. Februar zu einer "Klausurtagung" zusammenkommen, an der Draghi und der ehemalige italienische Ministerpräsident Enrico Letta, der Autor eines weiteren Entwurfs für den EU-Binnenmarkt, teilnehmen werden.
Zwei Beamte wiesen jedoch darauf hin, dass es bei dem Treffen auch um die "Arbeitsmethoden" der Kommission gehen wird.
Ein Beamter bezeichnete diese Sitzung als eine Gelegenheit, "Frustrationen" unter den Kommissaren auszusprechen. Ein Hauptanliegen sei demnach die wiederholte verspätete Übermittlung von Legislativ-Akten an hohe Beamte.