Der CEO von Rasmussen Global, Fabrice Pothier, sagt Euronews, dass die Rede des US-Außenministers Marco Rubio in München kein "Olivenzweig" für die Europäer gewesen sei.
Die Rede von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz war kein "Olivenzweig" für die Europäer. Sie vermittelte eher ein Gefühl von "Ruhe vor dem nächsten Sturm" in den transatlantischen Beziehungen, so Fabrice Pothier, der CEO von Rasmussen Global, in der Euronews-Sendung Europe Today.
Fabrice Pothier, ehemaliger Direktor für politische Planung bei der NATO, sagte, Rubios Tonänderung solle nur die vergangenen Monate "etwas weniger schmerzhaft machen", aber die Europäer seien "nicht naiv".
Nach seiner vielbeachteten Rede reiste der US-Außenminister von München zum Trump- und Putin-Verbündeten Robert Fico in die Slowakei - vor seinem Besuch bei Victor Orban in Ungarn.
"Von Differenzen geprägt"
Das historische Bündnis zwischen den USA und Europa ist seit dem zweiten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump angespannt. In der kürzlich veröffentlichten nationalen Sicherheitsstrategie der USA werden europäische Institutionen "antidemokratischer Beschränkungen" beschuldigt und es wird vor der "krassen Aussicht auf eine zivilisatorische Auslöschung" in Europa gewarnt.
"Der Weg, der vor uns liegt, ist immer noch von vielen Differenzen geprägt", erklärte Pothier und nannte Russlands Krieg in der Ukraine und Donald Trumps Pläne für Grönland als Paradebeispiele für Bereiche, in denen beide Seiten nicht auf einer Wellenlänge liegen.
In Bezug auf Grönland sprach Pothier von einer "Diskrepanz" zwischen der von der dänischen und der grönländischen Regierung angestrebten Verhandlungslösung und den Absichten Trumps.
"Der US-Präsident hat eine sehr emotionale Sichtweise; er will dieses Stück Land einfach nur besitzen", so der französische Experte. "Er denkt wie ein Immobilienmogul aus Manhattan."