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Serbiens Präsident Vučić weist "Putin-Pate"-Vorwurf von Ungarns Wahlsieger Magyar zurück

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic spricht während einer öffentlichen Ansprache in Belgrad, Serbien, Dienstag, 30. Dezember 2025. (AP Photo/Darko Vojinovic)
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic spricht während einer öffentlichen Ansprache in Belgrad, Serbien, Dienstag, 30. Dezember 2025. (AP Photo/Darko Vojinovic) Copyright  AP Photo
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Von Sandor Zsiros
Zuerst veröffentlicht am
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Nach seinem Wahlsieg wirft Ungarns künftiger Regierungschef Péter Magyar Russland Einfluss auf regionale Allianzen vor. Serbiens Präsident Aleksandar Vučić reagiert scharf und nennt die Aussagen "dumm“.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat scharf auf Äußerungen des ungarischen Wahlsiegers Péter Magyar reagiert. Dieser hatte angedeutet, Russlands Präsident Wladimir Putin ziehe im Hintergrund die Fäden bei politischen Allianzen in der Region.

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Magyars Partei Tisza hatte die Parlamentswahl am Sonntag klar gewonnen und damit die langjährige Regierungszeit von Viktor Orbán beendet. Orbán hatte in den vergangenen Jahren enge Beziehungen zu Vučić sowie zum slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico gepflegt.

Auf einer Pressekonferenz erklärte Magyar, er wisse, "wer hinter diesen großen Freundschaften steht“, und deutete an, dass Russland dabei eine zentrale Rolle spiele.

"Ich weiß genau, was in Serbien vor sich geht, und ich weiß auch, welche Art von Verstrickung zwischen der Regierung Orbán und dem von Vučić geführten Serbien sowie zwischen dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico und Viktor Orbán besteht. Ich weiß auch ungefähr, wer dahinter steckt - wer der Pate hinter diesen großen Freundschaften ist", so Magyar.

Vučić wies die Vorwürfe in einem Interview mit dem serbischen Staatsfernsehen entschieden zurück. "Er behauptet, er wisse, wer dahinter steckt – dann soll er es sagen", entgegnete der Präsident. Die Aussagen seien "dumm und unverantwortlich".

Streit auch um Pipeline-Vorfall

Für zusätzliche Spannungen sorgten Magyars Äußerungen zu einem Sicherheitsvorfall an der TurkStream-Gaspipeline in Serbien nahe der ungarischen Grenze.

Dort waren Anfang April Sprengstofffunde gemeldet worden. Magyar bezeichnete den Vorfall als möglichen "False-Flag"-Vorfall und kündigte an, eine künftige Regierung werde die Hintergründe genau untersuchen.

"Während des Wahlkampfes gab es am Ostersonntag eine Operation, die wie ein Anschlag unter falscher Flagge aussah", sagte Magyar. "Meine zukünftige Regierung wird genau untersuchen, was passiert ist und ob die Gefahr real war."

Beziehungen sollen stabil bleiben

Die serbischen Behörden gaben am 5. April bekannt, dass in der Nähe der Pipeline, durch die russisches Erdgas nach Ungarn geleitet wird, zwei Säcke mit Sprengstoff gefunden worden waren.

Die serbischen Behörden wiesen dies zurück. Vučić erklärte, die laufenden Ermittlungen würden zeigen, dass es sich um eine reale Bedrohung gehandelt habe. "Diese Ergebnisse werden zeigen, dass er sich geirrt hat, als er den Gerüchten der Boulevardmedien Glauben schenkte", so Vučić.

Trotz des scharfen Wortwechsels signalisierten beide Seiten Interesse an stabilen Beziehungen. Vučić gratulierte Magyar zu seinem Wahlsieg und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Serbien und Ungarn.

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