Der EU-Rat hat die neue Drogenstrategie gebilligt. Die EU-Drogenagentur meldet 7600 mutmaßlich tödliche Überdosen und mehr Risiko durch synthetisches Opium. Was steckt dahinter? Fragen Sie den Euronews‑Chatbot mit KI.
Am 9. Juni veröffentlicht die EU-Drogenagentur den Europäischen Drogenbericht 2026 zur Drogensituation in Europa. Im Mittelpunkt stehen Konsum, Handel und die damit verbundenen Schäden.
Der Bericht warnt vor einem raschen Wandel des EU-Drogenmarkts. Vor allem Substanzen wie Nitazene und Straßen-Drogen gelten als wachsendes Risiko. Die Ergebnisse zeigen: Cannabis blieb 2024 die meistgenutzte Droge. 24,9 Millionen Erwachsene im Alter von 15 bis 64 Jahren gaben an, sie konsumiert zu haben. Mit den sich verändernden Schmuggelrouten stieg die Menge beschlagnahmter illegaler Drogen 2024 auf fast 900 Tonnen.
Am 4. Juni billigte der Europäische Rat den Rahmen für die neue EU-Drogenstrategie. Die Kommission hatte den Plan im Dezember 2025 im Rahmen der Europäischen Strategie für innere Sicherheit vorgelegt.
Die neue EU-Drogenstrategie will Sicherheits-, Gesundheits- und Sozialprobleme im Zusammenhang mit illegalen Drogen mit fünf Ansätzen angehen: bessere Vorbereitung und Reaktion, Schutz der öffentlichen Gesundheit, mehr innere Sicherheit, Vorbeugung drogenbedingter Schäden und stärkere internationale Partnerschaften.
Der EU-Aktionsplan gegen Drogenhandel ergänzt die Strategie. Er stärkt die innere Sicherheit mit 19 konkreten Maßnahmen gegen kriminelle Netzwerke.
Erstmals sollen die Mitgliedstaaten beim Europäischen Rat am 18. und 19. Juni über Drogenkonsum und -handel beraten.
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