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Streit zwischen Meloni und Trump: Was sagen Umfragen zu Melonis Popularität?

US-Präsident Donald Trump begrüßt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni auf einem Gipfel nach einem Waffenstillstands-Durchbruch im Israel-Hamas-Krieg am 13. Oktober 2025.
Trump begrüßt Italiens Regierungschefin Meloni nach Durchbruch-Waffenstillstand beim Israel-Hamas-Gipfel am 13. Oktober 2025 Copyright  AP Photo
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Von Tamsin Paternoster & Noa Schumann
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Streit zwischen Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und US-Präsident Donald Trump entfacht eine Debatte über ihre Position bei den Wählerinnen und Wählern.

Ein öffentlicher Streit zwischen Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und US-Präsident Donald Trump hat in Italien eine Debatte darüber ausgelöst, wie Meloni im eigenen Land wahrgenommen wird. Trump hatte behauptet, sie habe ihn beim Gipfel mehrfach um ein gemeinsames Foto gebeten.

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Nach Darstellung Trumps habe Meloni geradezu um das Foto „gebettelt“, um ihre Beliebtheitswerte zu steigern. Er behauptete, sie stehe bei den Wählerinnen und Wählern derzeit schlecht da.

„In Italien läuft es mit ihrer Popularität schlecht, vielleicht, weil sie die Vereinigten Staaten von Amerika – ein Land, das Italien wirklich liebt und schützt – brüskiert hat, als es darum ging, Iran daran zu hindern, eine Nuklearwaffe zu erhalten oder zu entwickeln (übrigens ebenso wie die NATO)“, schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social.

Meloni wies diese Darstellung zurück und nannte sie „sinnlos“.

„Was meine Popularität betrifft: Ihre Freundin zu sein, hat ihr sicher nicht geholfen, und sie hängt auch nicht von meiner Beziehung zu Ihnen ab“, entgegnete Meloni und legte dem Präsidenten nahe, lieber seine eigenen Zustimmungswerte im Blick zu behalten.

Was zeigen die neuesten Umfragen also tatsächlich? Im Kern machen sie deutlich, dass die Lage komplex ist.

Jüngste Erhebungen deuten darauf hin, dass Melonis Partei Fratelli d’Italia weiterhin die stärkste politische Kraft im Land ist. Eine YouTrend-Umfrage für Sky TG24, veröffentlicht im Juni, sah die Partei bei 28,6 Prozent der Wahlabsichten – mehr als sieben Prozentpunkte vor der Mitte-links-Partei Partito Democratico mit 21,5 Prozent.

Die verfügbaren Zahlen legen aber nahe, dass Melonis persönliche Popularität schwächer ausfällt. In einer von YouGov im April durchgeführten Befragung äußerten sich 35 Prozent der Italienerinnen und Italiener positiv über sie, 57 Prozent bewerteten sie negativ.

Eine separate Ipsos-Umfrage, veröffentlicht im Februar, kam auf eine Zustimmungsrate von 44 Prozent.

Diese Werte liegen unter denen von 2023. Damals stellte das Pew Research Center fest, dass 57 Prozent der Italienerinnen und Italiener weniger als ein Jahr nach ihrem Amtsantritt ein positives Bild von Meloni hatten.

Auch wenn ihre persönliche Popularität seit den Höchstständen unmittelbar nach dem Amtsantritt etwas gesunken sein mag, gibt es wenig Hinweise auf einen politischen Absturz.

Melonis Partei liegt weiterhin vor ihren wichtigsten Konkurrenten. Auch persönlich steht sie im Vergleich mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs gut da. Laut YouGov schätzen Italiener sie höher ein als Französinnen und Franzosen Emmanuel Macron oder Deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.

Das Verhältnis zwischen Trump und Meloni, die lange als eine seiner engsten Verbündeten in Europa galt, hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Auslöser waren die wirtschaftlichen Folgen des US-israelischen Krieges im Iran und Melonis anschließende Weigerung, US-Kampfflugzeugen auf dem Weg in den Nahen Osten die Nutzung des Luftwaffenstützpunkts auf Sizilien zu erlauben.

Die beiden gerieten auch über Papst Leo XIV. aneinander. Meloni stellte sich hinter das Kirchenoberhaupt, nachdem Trump ihn als „zu weich bei Kriminalität und furchtbar in der Außenpolitik“ bezeichnet hatte.

„Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche, und es ist richtig und normal, dass er zum Frieden aufruft und jede Form von Krieg verurteilt“, antwortete Meloni.

Soziale Medien: Irreführende Beiträge

Der Streit zwischen Trump und Meloni löste zudem eine Welle von Beiträgen in sozialen Netzwerken aus, in denen Nutzerinnen und Nutzer der italienischen Regierungschefin den Rücken stärken. Mehrere Accounts verbreiteten Aufnahmen, auf denen Meloni von Anhängern umarmt und von einer Menge gefeiert wird.

Einige Kommentatoren behaupteten, das Video zeige, wie Italiener sie nach ihrem Auftreten gegenüber Trump zu Hause willkommen heißen.

Das Material ist echt, wird online aber ohne Einordnung weiterverbreitet.

Ursprünglich stellte Meloni das Video selbst in ihre Kanäle. Es entstand nach ihrer Teilnahme am Treffen der Dritten Alpini-Gruppe der Region Triveneto, einer jährlichen Zusammenkunft von Alpini-Veteranen und Freiwilligen aus Nordostitalien.

Die Veranstaltung war also kein eigens wegen des Konflikts mit Trump organisierter Empfang. Meloni erfuhr dort allerdings spürbare Unterstützung ihrer Anhänger.

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