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Deutschland vs. Paraguay: DFB-Elf heute mit weißen Glückshosen zum Sieg?

Bundestrainer Julian Nagelsmann während einer Trinkpause bei der WM 2026, Toronto, 20. Juni(Chris Young/The Canadian Press via AP)
Bundestrainer Julian Nagelsmann während einer Trinkpause bei der WM 2026, Toronto, 20. Juni(Chris Young/The Canadian Press via AP) Copyright  Chris Young/The Canadian Press via AP
Copyright Chris Young/The Canadian Press via AP
Von Eduard Wolter
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Nationalmannschaft trifft heute im Sechzehntelfinale in Boston (USA) auf Paraguay (ab 22.30 Uhr bei MagentaTV). Das Team spielt in weißen Heimtrikots und erstmals bei der WM auch mit weißen Hosen. Diese gab es zuerst 2014 und sie brachten Glück, denn Deutschland wurde Weltmeister.

Gegner Paraguay, der 37. der Weltrangliste, ähnelt Ecuador, gegen das Nagelsmann und sein Team 1:2 verloren hatten. Auch Paraguays argentinischer Coach Gustavo Alfaros setzt auf die Defensive. In 18 Qualifikationsspielen bekam Paraguay nur 10 Gegentore. Doch bei der WM wackelte die Verteidigung der Südamerikaner bereits gewaltig, etwa beim 1:4 gegen die USA. Es folgte ein glückliches 1:0 gegen die Türkei und ein 0:0 gegen Australien. Bei der WM 2002 besiegte Deutschland "La Albirroja", die Weißroten, mit 1:0.

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Julian Nagelsmann beschreibt Paraguay auf der aktuellen Pressekonferenz vor dem Spiel so: "Sie definieren sich sehr über den Defensivfußball, den sie gut spielen. Offensiv war es jetzt in den Spielen sehr geradlinig: Viel Kampf um den zweiten Ball, also schon der Versuch, mit viel Körperlichkeit ins Spiel zu kommen, viele zweite Bälle werden wieder scharf gemacht. Auf jeden Fall ein unangenehmer Gegner, der uns einiges abverlangen wird.“

Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Paraguay, Foxborough bei Boston, 28. Juni 2026 (AP Photo/Martin Meissner)
Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Paraguay, Foxborough bei Boston, 28. Juni 2026 (AP Photo/Martin Meissner) Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Deutschlands Stürmer Kai Havertz ergänzt: "Gegen Ecuador haben wir gesehen, welche Qualität die südamerikanischen Teams haben. In Europa hat man nicht oft die Gelegenheit gegen sie zu spielen aber man spürt die Intensität, man spürt wie aggressiv die auf dem Platz sind, wie geschlossen sie als Team auftreten, kombiniert mit den Fans." Man müsse darum bei 100% sein, jede Aktion zähle, jede Aktion sei wichtig.

Rudi Völler sieht "noch Luft nach oben"

Sportdirektor Rudi Völler sagte am Samstag auf der DFB-Pressekonferenz: „Wir und die Mannschaft wissen, dass es noch Luft nach oben gibt. Die WM geht jetzt erst richtig los“, der volle Fokus liege auf dem Spiel gegen Paraguay, „wir glauben daran, dass wir alles herausholen werden und selbstverständlich an unser Limit gehen. Wir wollen ein richtig gutes Spiel zeigen und in die nächste Runde einziehen.“

Tatsächlich gibt es bei diesem Turnier noch Luft nach oben. Das der Fußballzwerg Curacao gegen Deutschland in Führung geht, hat wohl niemand erwartet. Beim knappen 2:1 gegen die Elfenbeinküste, sorgt erst der eingewechselte Deniz Undav mit zwei Toren für den Sieg. Dann die Niederlage gegen Ecuador. Fünfmal wechselt Nagelsmann, die Wechsel funktionierten nicht. An mangelndem Willen und Einstellung habe es aber nicht gelegen, konstatierte Nagelsmann nach dem Spiel.

Sportdirektor Rudi Völler sieht folgende Erklärung: „Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir Wechsel vorgenommen, um uns auf die K.o.-Runde vorzubereiten. Daher haben wir einige Spieler geschont, was auch die richtige Entscheidung war, unabhängig vom Ergebnis. Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber wir können mit der Niederlage umgehen und sie einordnen. Wir haben weiterhin ein Team, das wenn es an sein Limit kommt, gegen jede Mannschaft gewinnen kann.“

Das gilt allerdings auch für Paraguay. Der Weltranglisten 37. hat bereits große Gegner geschlagen. In der Qualifikation gab es Siege gegen Brasilien und den amtierenden Weltmeister Argentinien.

Nagelsmann: "keine Beweispflicht" gegenüber irgendjemanden

Trainer Julian Nagelsmann ergänzt vor dem Spiel gegen Paraguay: "„Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendeine Beweispflicht habe gegenüber irgendjemanden, außer den Spielern", er versuche während des Spiels und in der Vorbereitung die Spieler zu unterstützen, "wir freuen uns auch, wenn die Experten, die Kritiker nach dem Spiel sagen, es war gut, aber in allererster Linie geht es darum, dass wir uns so präparieren, dass wir in der Lage sind , dass wir ein gutes Spiel machen."

Rudi Völler warnt, die DFB-Elf habe sich gegen die Elfenbeinküste und Ecuador in der Vorwärtsbewegung unnötige Ballverluste im Mittelfeld geleistet. „Unsere Fehler dürfen uns nicht in den entscheidenden Zonen passieren. Wir haben Spieler, die davon leben, zu kreieren, zu dribbeln, etwas zu riskieren und das wollen wir auch, natürlich mit der richtigen Disziplin.“

Am Samstag hatte sich Nathaniel Brown zurückgemeldet und wird wieder für David Raum in die Startformation kommen. Letzterer konnte bei der Niederlage gegen Ecuador nicht überzeugen.

FIFA-Ranking: Deniz Undav bislang bester Angreifer der WM

Auch von Deutschlands Stürmer Deniz Undav gibt es Neuigkeiten: Laut FIFA-„Power Ranking“ ist er bislang der beste Angreifer der Fußball-Weltmeisterschaft vor Lionel Messi und Kylian Mbappé. Das neue FIFA-Platzierungssystem bewertet auf Datenbasis mit einem speziellen Algorithmus die Leistungen der Spieler.

Offensivspieler Kai Havertz sagte auf der Pressekonferenz über seine Kollegen Jamal Musiala und Florian Wirtz: "Wir sprechen natürlich schon viel darüber was besser laufen kann, was wir generell besser machen müssen, dass natürlich wir drei da vorne unser volles Potential noch nicht hundertprozentig ausgeschöpft haben, dass wissen wir auch selber und da packen wir uns auch selber an die eigene Nase."

Stürmer Kai Havertz und Bundestrainer Julian Nagelsmann bei Pressekonferenz vor dem WM-Spiel gegen Paraguay, Foxborough bei Boston, 28. Juni 2026(AP Photo/Martin Meissner)
Stürmer Kai Havertz und Bundestrainer Julian Nagelsmann bei Pressekonferenz vor dem WM-Spiel gegen Paraguay, Foxborough bei Boston, 28. Juni 2026(AP Photo/Martin Meissner) Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Neben den weißen Glückshosen könnte auch die Auswahl der Unparteiischen ein gutes Zeichen sein: Der Marokkaner Jalal Jayed leitet das Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Er pfiff bereits beim 7:1 gegen Curacao. Linienrichter sind erneut die Marokkaner Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad. Vierter Offizieller ist Ma Ning aus China.

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