85 Prozent der europäischen Badeorte waren 2025 in Topzustand, meldet der EU-Bericht zur Badewasserqualität 2026. Wie sichert Europa sauberes Wasser? Fragen Sie den Euronews-KI-Chatbot.
In der Berliner Spree, der Pariser Seine oder der niederländischen Maas können Menschen bedenkenlos schwimmen - zumindest an ausgewiesenen Badestellen. Diese Flüsse gelten als sichere Badegewässer.
Das EU-Wasserrecht legt fest, ob die Qualität eines Badegewässers als ausgezeichnet, gut, ausreichend oder mangelhaft eingestuft wird. Grundlage dafür sind Messwerte zu fäkalen Bakterien und anderen Schadstoffen.
Der jüngste EU-Badegewässerbericht der Europäischen Umweltagentur aus dem Jahr 2026 zeigt: Nur 1,5 Prozent der europäischen Badestellen waren 2025 in schlechtem Zustand. An den Küsten erhielten 88 Prozent der Gewässer die Bestnote, bei Seen und Flüssen waren es 78 Prozent. Besonders gut schneiden Österreich, Bulgarien, Zypern und Griechenland ab. Dort wurden mehr als 95 Prozent der Badegewässer als ausgezeichnet bewertet.
Die Badegewässerrichtlinie soll Bürger vor Gesundheitsrisiken schützen. Dafür werden an Europas Badestellen fäkale Bakterien wie Escherichia coli und intestinale Enterokokken überwacht.
Die Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, die Qualität der Badegewässer regelmäßig zu kontrollieren, zu bewerten und darüber zu berichten. Pro Saison sind je Badestelle mindestens vier Proben vorgeschrieben, um die Bakterienbelastung zu messen. Die nationalen Regierungen müssen die Bevölkerung außerdem aktiv über die Wasserqualität und mögliche Risiken informieren.
Die Badegewässerrichtlinie ist Teil eines umfassenden EU-Rechtsrahmens zum Schutz der Wasserressourcen. Dazu gehören unter anderem die Wasserrahmenrichtlinie, die Grundwasserrichtlinie und die Richtlinie über Umweltqualitätsnormen.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie die EU ihre Badegewässer sauber hält? Fragen Sie den Euronews-KI-Chatbot.