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Extremklima: Wer ist in Europa am stärksten betroffen?

Europe in Motion: 4 von 5 Befragten in Europa berichten, dass sie schon unter Extremwetter gelitten haben
Europe in Motion: 4 von 5 Befragten in Europa berichten, dass sie schon unter Extremwetter gelitten haben Copyright  Euronews
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Von Inês Trindade Pereira & video by Léa Becquet
Zuerst veröffentlicht am
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Europa erlebt diesen Sommer Rekordtemperaturen - doch die Folgen treffen nicht alle gleich stark. Wer leidet am stärksten unter den Extremwetterlagen?

Laut neuen Untersuchungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) und der EU-Stiftung Eurofound geben vier von fünf Befragten in 27 europäischen Staaten an, bereits von Extremwetter betroffen gewesen zu sein. Mehr als 27.000 Menschen wurden in die Studie einbezogen.

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Die Regionen Europas sind jedoch in unterschiedlichem Maß und auf unterschiedliche Weise gefährdet.

In Südeuropa sowie Mittel- und Osteuropa berichten mehr als 85 % der Befragten von klimabedingten Beeinträchtigungen – von extremer Hitze im Freien bis hin zu unerträglichen Temperaturen in Innenräumen.

Waldbrände und Rauchbeeinträchtigungen dadurch meldeten 41 % der Befragten in Griechenland, 35 % in Portugal und 20 % in Zypern. Der europäische Durchschnitt liegt bei 8 %.

Derzeit kämpft Südeuropa mit schweren Waldbränden. Wegen extremer Wetterlagen müssen tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Die Behörden sahen sich gezwungen, auf Teilen der Strecke der Tour de France Zuschauerinnen und Zuschauer auszuschließen.

Am 3. Juli erfassten Satelliten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus eine Rauchfahne, die von den Bränden im Nordwesten Portugals über den Atlantik nach Westen zog.

In Österreich gaben fast 26 % der Befragten an, von Überschwemmungen betroffen gewesen zu sein, in Slowenien 19 %. Im EU-Schnitt liegt dieser Wert bei 11 %.

Welche Faktoren spielen bei den Auswirkungen von Extremwetter eine Rolle?

Einkommen, Wohnsituation und Gesundheit haben mit Einfluss darauf, wie stark Menschen die Folgen extremer Wetterereignisse zu spüren bekommen.

So können sich fast 40 % der Europäerinnen und Europäer in sommerlichen Hitzewellen keine ausreichende Kühlung ihrer Wohnung leisten.

Am stärksten betroffen ist Mittel-und Osteuropa: Dort geben 46,1 % an, sich im Sommer keine kühle Wohnung leisten zu können. In Nordeuropa liegt dieser Anteil bei 30,1 %.

In Haushalten, die finanziell kaum über die Runden kommen, steigt der Wert auf mehr als 66 %. Entsprechend groß ist europaweit die Sorge vor künftigen Hitzewellen.

Im Süden Europas äußern mehr als 60 % der Bevölkerung große Sorge vor künftigen Temperaturextremen, mehr als doppelt so viel wie in Nordeuropa.

In Mittel- und Osteuropa fürchten zudem mehr als die Hälfte der Befragten, künftig keinen sicheren Zugang zu Wasser für den täglichen Bedarf zu haben. In Nordeuropa gilt das für weniger als ein Viertel.

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