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Eurofighter vor Ort: Merz und Macron besuchen Luftwaffen-Geschwader in NRW

Emmanuel Macron mit Friedrich Merz in Berlin Ende Juni 2026
Emmanuel Macron mit Friedrich Merz in Berlin Ende Juni 2026 Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP
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Bei der Reise von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu Bundeskanzler Friedrich Merz in Nordrhein-Westfalen geht es vor allem um das Thema gemeinsame Verteidigung - daher auch der Besuch des Eurofighter-Luftwaffen-Geschwaders in Nörvenich.

Frankreichs Präsident reist an diesem Donnerstag nach Nordrhein-Westfalen und wird am Abend von Bundeskanzler Friedrich Merz im Granhotel Schloss Bensberg empfangen. Der französische Staats- und der deutsche Regierungschef bereiten dort den gemeinsamen Ministerrat vor, zu dem am Freitag zehn Ressortchefs aus Paris und Berlin hinzustoßen.

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Dabei hat der Ort des Treffens des deutsch-französischen Ministerrats durchaus symbolische Bedeutung, denn es ist der Luftwaffenstützpunkt Nörvenich.

Treffen am Eurofighter-Standort

Das taktische Luftwaffen-Geschwader 31 "Boelcke" ist einer der vier Eurofighter-Standorte der Bundeswehr. In der sehr ländlichen Gemeinde Nörvenich bei Düren - westlich von Köln - sind 30 Eurofighter sowie 907 Soldatinnen und Soldaten stationiert.

Weder die Bundeswehr in Növernich noch die Gemeinde waren für Stellungnahmen zum "hohen Besuch" zu erreichen.

Eurofighter der Bundeswehr bei einer Flugshow in Berlin
Eurofighter der Bundeswehr bei einer Flugshow in Berlin Ebrahim Noroozi/Copyright 2026 The AP. All rights reserved

Der Eurofighter von Airbus ist ein einsitziges Mehrzweckkampfflugzeug, das in der Luftverteidigung und für Luftangriffe genutzt werden kann.

Die insgesamt 138 Eurofighter der deutschen Luftwaffe bilden laut Bundeswehr "das Rückgrat der deutschen Kampfflugzeugflotte". Sie gelten als eine Art "Konkurrenz" zu den französischen Rafales. Während der Eurofighter besonders für seine Qualitäten bei Luft-Luft-Einsätzen heraussticht, gelten die Rafale-Kampfjets als vielseitigerer Allrounder mit größerer Flexibilität bei Angriffen und besserer Eignung für den Einsatz auf Flugzeugträgern.

Kommt die gemeinsame europäische Verteidigung voran?

Aus dem Büro des französischen Präsidenten heißt es zur Bedeutung des Besuchs in Nordrhein-Westfalen: "Vor dem Hintergrund einer geopolitischen Lage, die die Bedeutung der europäischen Verteidigung noch verstärkt, bietet dieser deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat, der auf dem Luftwaffenstützpunkt Nörvenich stattfinden wird, Frankreich und Deutschland die Gelegenheit, sich zu den wichtigsten Themen der internationalen Politik abzustimmen und ihre industrielle Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zu vertiefen, um weiterhin eine engere strategische Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern aufzubauen."

Zuletzt hatte es bei den gemeinsamen Rüstungsprojekten vor allem Rückschläge gegeben, als Deutschland und Frankreich die Pläne für das FCAS-Projekt eines Kampfflugzeugs der Zukunft für gescheitert erklären mussten.

Emmanuel Macron setzt sich schon seit Beginn seiner ersten Amtszeit für eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik ein.

Wegen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine und der Drohungen von US-Präsident Donald Trump in Richtung der NATO-Verbündeten ist die Zusammenarbeit unter Europäern deutlich vorangekommen. Doch vor dem Ende seines Mandats im kommenden Jahr versucht der französische Staatschef immer wieder symbolische Fortschritte zu erzielen.

So waren nicht nur der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, sondern auch mehrere europäische Staats- und Regierungschefs bei der Militärparade am 14. Juli in Paris dabei - darunter Bundeskanzler Friedrich Merz.

Weitere Themen, die laut dem Elysée-Palast bei den deutsch-französischen Beratungen zur Sprache kommen, sind der Schutz von Minderjährigen im Internet, die Bekämpfung ausländischer Einmischung und Desinformation, der Austausch über das Deutsch-Französische Jugendwerk sowie die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

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