Loader
Finden Sie uns
Werbung

Weltgrößte Computerspielemesse Gamescom: Deutschland Nr. 1 in Europa

Schon seit Jahren ist die Gamescom in Köln ein Magnet für Besucher und Besucherinnen
Schon seit Jahren ist die Gamescom in Köln ein Magnet für Besucher und Besucherinnen Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Gamescom in Köln ist die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele. 2026 verzeichnet sie einen neuen Aussteller-Rekord. Der Bundespräsident kommt vorbei, ebenso Spitzenpolitiker aus EU, Bund und NRW. Allein in Deutschland beschäftigt die Branche über 12.000 Menschen in rund 950 Firmen

Volle Messehallen in Köln sind bei der Gamescom dieser Tage garantiert. Denn das Freizeitverhalten der Menschen in Deutschland hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert und ist immer digitaler geworden. Inzwischen geben 33 Prozent der Befragten im aktuellen sogenannten "Freizeitmonitor" an, dass sie mindestens einmal pro Woche Videospiele spielen. Noch stärkere Zuwächse verzeichnen nur Smartphone-Aktivitäten und Musik hören.

WERBUNG
WERBUNG

9,4 Milliarden Umsatz, EU-Kommissarin und Bundespräsident kommen vorbei

Das Motto der diesjährigen Gamescom, auf der mehr als 350.000 Besucher erwartet wurden, ist "Games machen Lust auf Zukunft". Auch Henna Virkkunen, die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die für digitale Technologien verantwortlich ist, kommt nach Köln und spricht über die Strategie der Europäischen Union in Sachen Games. Die EU-Kommissarin trifft Vizekanzler Lars Klingbeil, Forschungsministerin Dorothee Bär und NRWs Ministerpräsidenten Hendrik Wüst.

Heute besucht mit Frank-Walter Steinmeier sogar erstmals ein Bundespräsident Deutschlands die gamescom und eröffnet den gamescom congress.

Laut dem Jahresreport der deutschen Games-Branche 2026 lag der Umsatz mit Games, Games-Hardware und Online-Gaming-Services in Deutschland 2025 bei rund 9,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutschland ist damit der größte Games-Markt in Europa und der fünftgrößte weltweit.

Entsprechend selbstbewusst treten die Vertreter der deutschen Branche auf: „Die gamescom macht es als weltgrößtes Games-Event auch in diesem Jahr wieder mehr als deutlich: Wir müssen die einmaligen Potenziale von Games und ihre kulturelle, wirtschaftliche und technologische Kraft noch viel stärker nutzen. Es muss Deutschlands und Europas Anspruch sein, als produzierender Games-Standort eine führende Rolle einzunehmen“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk im Vorfeld der Messe. „Dafür braucht es mehr Ambition, verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine verhältnismäßige Regulierung und die stärkere Nutzung der einzigartigen Potenziale von Games für unsere Gesellschaft.“

Wegen KI: Chips werden teurer und damit die Gaming-Geräte

Doch im ersten Halbjahr 2026 sank der Umsatz der Branche um 3 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, vor allem wegen des Verlusts von minus 8 Prozent bei der Hardware. Fast alle Konsolen wie die Nintendo Switch, die Xbox von Microsoft oder die Sony PlayStation sind in den vergangenen Monaten teurer geworden - wegen der steigenden Preise für Arbeitsspeicher und Festplatten. Europa setzt inzwischen auf die eigene Chip-Produktion, um unabhängiger von China zu werden.

Die Veränderungen der Industrie nannte Videospiel-Experte und Moderator Geoff Keighley aus Kanada bei der Auftakt-Veranstaltung in Köln "einerseits aufregend und andererseits erschreckend." Auch weil Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) sehr viele Chips brauchten, habe sich das Angebot verknappt und die Gaming-Technik sei teurer geworden.

Neuheiten auf der Gamescom sind unter anderen Actionspiele wie “Nodus Fall”, in dem der Held gegen Drachen kämpft, “Rainbow Six: Tactics" mit der Militärstrategie eines Elitesoldaten, eine weitere Folge des Games des russischen Bestseller-Autors Dmitry Glukhovsky “Metro 2039” sowie das Fantasy-Epos “Game of Thrones: War for Westeros”.

Eine der bekanntesten deutschen Spielemarken ist Giants Software. Inzwischen feiert die Marke mit der Kuh auf dem Cover 5 Millionen verkaufte Games seines "Farming Simulator 25", einem Landwirtschaftsspiel, das Ende 2024 auf den Markt kam. Auf der Gamescom zeigt Giants Software die interaktive Premiere des im Oktober erscheinenden Spiels "Farming Simulator 25: Beans & Alpacas".

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Beijing Robot Games: humanoide Roboter sprinten, kicken und üben Tai-Chi

Reiseziele für Videospiel-Fans: die echten Schauplätze hinter Assassin’s Creed, GTA und Co

Was ist die Europäische Bürgerinitiative "Stop destroying videogames"?