Loader
Finden Sie uns
Werbung

Verwicklung in die Ceuta-Krise? Russland weist Spaniens Vorwürfe zurück

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez spricht auf einer Pressekonferenz beim NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, am achten Juli 2026.
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez spricht auf einer Pressekonferenz beim NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, am achten Juli 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Moskau verlangt von Spanien Beweise für eine angebliche Verwicklung in die Migrationskrise von Ceuta. Pedro Sánchez macht Netzwerke mit Nähe zu Russland und Israel für die massenhafte Ankunft von Migranten verantwortlich. Hacker sollen Desinformationen verbreitet haben.

Russland hat von Spanien Belege für die Vorwürfe verlangt, es sei an der Migrationskrise in Ceuta beteiligt. Die spanischen Behörden sehen die Desinformation über Ceuta als einen der Faktoren, die den massenhaften Zustrom von Menschen an die Grenze ausgelöst haben. Moskau weist allerdings zurück, an einer Desinformationskampagne zur massenhaften Ankunft von Migranten in der autonomen Stadt Ende Juli mitgewirkt zu haben.

WERBUNG
WERBUNG

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa reagierte am Dienstag auf die Äußerungen von Ministerpräsident Pedro Sánchez, der die Aktivität von Netzwerken mit Verbindungen nach Russland und Israel bei der Verbreitung irreführender Inhalte über die spanische Migrationspolitik verantwortlich gemacht hatte.

Sacharowa betonte, dass Anschuldigungen dieser Art mit überprüfbaren Informationen belegt sein müssen, und forderte Spanien auf, konkrete Daten vorzulegen. Diese sollen eine mutmaßliche russische Beteiligung nachweisen.

Die Sprecherin des Außenministeriums erklärte außerdem, dass die spanische Regierung Moskau bislang keine Informationen vorgelegt hat, die diese Vorwürfe belegen. Sie verwies darauf, dass es diplomatische Kanäle gibt, über die Hinweise auf mögliche Cyberangriffe oder andere feindliche Aktivitäten gemeldet werden können.

Russland und Israel weisen Vorwürfe aus Spanien zurück

Die Reaktion aus Moskau folgt auf Aussagen von Sánchez, wonach Netzwerke mit Verbindungen nach Russland und Israel an der Verbreitung von Desinformation zur Migrationskrise in Ceuta beteiligt gewesen seien.

Der spanische Regierungschef brachte diese Aktivitäten mit der internationalen Haltung seiner Regierung zum Krieg in der Ukraine und zum Konflikt im Gazastreifen in Verbindung. Nach seinen Angaben sehen die spanischen Sicherheits- und Geheimdienste keine Hinweise auf eine Beteiligung der marokkanischen Behörden an der massenhaften Ankunft von Migranten.

Auch Israel weist die Vorwürfe der spanischen Regierung zurück. Außenminister Gideon Sa'ar warf Sánchez vor, zu lügen, weil dieser Netzwerke mit Israel-Bezug dafür verantwortlich macht, irreführende Informationen über die Ereignisse in Ceuta zu verbreiten.

Nach Angaben der spanischen Regierung überquerten am 30. und 31. Juli mehr als 72.000 Migranten irregulär die Grenze von Marokko nach Ceuta. Die beispiellose Ankunft löste in der autonomen Stadt eine schwere humanitäre Krise sowie eine politische Krise aus und sorgte in der Europäischen Union für Besorgnis.

Vor den Grenzübertritten verbreiteten sich in sozialen Netzwerken offenbar Falschmeldungen, wonach man frei nach Ceuta einreisen könne oder Ankommende dauerhaft in Spanien bleiben dürften.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Russland stuft Portugal als eines der feindlichsten Länder Europas ein

Neue Prioritäten: Großbritanniens Ex-Premier Keir Starmer gibt auch Unterhausmandat ab

Gedenken an Beginn des Zweiten Weltkriegs: Polen im Schatten des Ukraine-Kriegs