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Russischer Raketenangriff auf Kyjiw in der Nacht: mindestens vier Tote

Einen Tag nach einem russischen Angriff auf ein Lagerhaus in einem Dorf am Rand von Kyjiw liegen zerstörte Fahrzeuge und Trümmer verstreut, Sonntag, 30. August 2026
Zerstörte Fahrzeuge und Trümmer liegen verstreut, einen Tag nachdem ein russischer Angriff ein Lagerhaus in einem Dorf am Rand von Kyjiw traf, Sonntag, 30. Aug. 2026 Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am
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Der Beschuss ist Teil einer neuen Welle täglicher Angriffe auf mehrere Regionen der Ukraine. Kyjiw hat wegen fehlender Abfangraketen Mühe, manche Luftangriffe zu stoppen.

Bei einem von der Ukraine als „massiv“ bezeichneten russischen Raketen- und Drohnenangriff auf Kyjiw und die umliegenden Gebiete sind mindestens vier Menschen getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt, wie ukrainische Stellen am frühen Dienstag mitteilten.

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Die Angriffe erfolgten kurz vor dem Schulbeginn nach den Sommerferien. Zugleich verschärften die Behörden aus Sorge vor weiteren russischen Attacken die Sicherheitsmaßnahmen.

„Die Region Kyjiw wurde in der Nacht massiv mit russischen Raketen und Kampfdrohnen angegriffen“, schrieb Tymur Tkatschenko, Leiter der regionalen Militärverwaltung, auf Telegram.

Bewohner der ukrainischen Hauptstadt berichteten von mehr als einem Dutzend lauter Explosionen am späten Montagabend und in den frühen Stunden des Dienstags. Sie sahen Lichtblitze am Himmel, nachdem die Luftwaffe vor anfliegenden ballistischen Raketen gewarnt hatte.

„Leider sind bei dem feindlichen Angriff auf die Hauptstadt drei Menschen ums Leben gekommen“, teilte die städtische Militärverwaltung mit. Die Behörde sprach zudem von mehr als fünf Verletzten.

Bei Angriffen auf Boryspil östlich von Kyjiw wurde nach Tkatschenkos Angaben ein Gewerbebetrieb beschädigt. Ein Mensch starb, ein weiterer wurde verletzt. Acht weitere Menschen erlitten Verletzungen, als ein Wohnhaus getroffen wurde.

Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor gewarnt, die Gefahr durch „ballistische Waffen und andere Angriffsarten gegen Kyjiw und die Region“ bestehe weiter. Sie rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben und vorsichtig zu sein, bis die Warnung aufgehoben werde.

Am Dienstag kehren die ukrainischen Kinder in die Schulen zurück. Die regionale Militärverwaltung von Kyjiw warnte, in besonders gefährdeten Gebieten dürften keine Großveranstaltungen stattfinden.

Kyjiw und die umliegenden Regionen stehen seit Wochen unter anhaltendem Druck durch russische Luftangriffe. Jet-Drohnen verstärken die Bedrohung und lösen inzwischen bis zu einem Dutzend Luftalarm-Meldungen pro Tag aus.

Bei einem Angriff am Wochenende auf ein Munitionslager in den Vororten der Hauptstadtregion kamen 38 Menschen ums Leben.

Beide Seiten haben ihre Angriffe mit großer Reichweite in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Sie nehmen Infrastruktur ins Visier, darunter Lagerhallen, Betriebe sowie Öl- und Hafenanlagen und Schiffe. Die Zahl der zivilen Opfer steigt dadurch weiter.

Die Ukraine spricht von einem kritischen Mangel an Abfangraketen, vor allem an US-gebauten Patriot-Systemen gegen ballistische Bedrohungen. Sie wirbt bei ihren Verbündeten um zusätzliche Unterstützung, um die Luftverteidigung gegen solche nach Angaben Kyjiws nächtlichen Angriffe zu stärken.

Weitere Quellen • AFP

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