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Auf der Suche nach der dunklen Seite des Universums

Start für die Raumsonde "Euclid" vom Weltraumbahnhof in Florida.
Start für die Raumsonde "Euclid" vom Weltraumbahnhof in Florida. Copyright John Raoux/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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"Euclid" ist eine besondere Forschungssonde der Europäischen Raumfahrtagentur. Sie soll Dinge sichtbar machen, die bisher unsichtbar geblieben sind und die aber eine wichtige Rolle spielen.

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Die europäische Raumsonde "Euclid" ist erfolgreich in den Weltraum gestartet. Das Forschungsgerät der Europäischen Raumfahrtagentur Esa hob vom US-amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Bereits nach einer Stunde später schickte die Sonde ein erstes Signal aus dem All.

«Euclid» hat spezielle Kameras an Bord um so genannte Dunkle Materie und Dunkle Energie sichtbar zu machen. Dabei handelt es sich um zentrale Bestandteile des Alls, die bisher nur wenig erforscht sind. 

Dunkle Materie und Dunkle Energie sind ganz offensichtlich zentrale Dinge im All. Der Astrophysiker David Elbaz sagt, im Weltall gibt es mehr Schwerkraft, als auf Grundlage der sichtbaren Teile angenommen würde. 

"Die Sonne dreht sich mit einer so hohen Geschwindigkeit um das Zentrum der Milchstraße, dass sie aus der Galaxie ausbrechen sollte. Und wenn sie nicht ausbricht, heißt das, dass sie von einer anderen Masse, die wir nicht sehen, angezogen wird." Das sei die Dunkle Materie. 

Wir wollen das Unsichtbare sichtbar machen.
David Elbaz
Astrophysiker

Dunkle Energie hingegen beschreibe eine Art Anti-Schwerkraft, durch die Galaxien sich abzustoßen schienen. Beides sei äußerst schwer zu erforschen.

"Euclid" ist etwa 4,7 Meter groß und 3,5 Meter breit. Die Sonde wiegt knapp unter zwei Tonnen und hat ein hochauflösendes Teleskop an Bord. Dieses ist mit zwei Kameras ausgestattet - eine für den sichtbaren Wellenlängenbereich und eine für den Nah-Infrarotbereich.

Mit dem Teleskop will die Esa einen Blick in die Vergangenheit des Universums werfen und dessen Entwicklung innerhalb der letzten zehn Milliarden Jahre erforschen. Insgesamt sollen Daten zu Milliarden Galaxien gesammelt werden

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