Amazon erklärte, mit der Technologie von Rivr könnten Zustellkräfte Pakete künftig schneller vom Lieferfahrzeug bis an die Haustür der Kundschaft tragen.
Amazon hat das Schweizer Robotikunternehmen Rivr übernommen. Die Firma entwickelt vierbeinige Maschinen für Zustellungen bis an die Haustür, während der Tech-Konzern massiv in die Automatisierung seiner Lager investiert.
Im Januar trennte sich Amazon von sechzehntausend Angestellten in Bürojobs, im März fielen in der Robotiksparte weitere hundert Stellen weg. Zugleich setzt das Unternehmen verstärkt auf Künstliche Intelligenz „in nahezu jedem Bereich des Unternehmens“, wie CEO Andy Jassy sagte.
Amazon machte den Rivr-Kauf nicht öffentlich, informierte aber seine externen Zustelldienstleister über den Deal, wie CNBC berichtet. Das Tech-Portal The Information hatte zuerst darüber geschrieben.
„Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir vor Kurzem RIVR übernommen haben, ein Unternehmen, das sich auf Technologien für die Zustellung bis zur Haustür konzentriert“, heißt es in einer Mitteilung von Amazon an externe Lieferpartner, die CNBC vorliegt.
„Wir sind überzeugt, dass diese Technologie, im Zusammenspiel mit Ihren [delivery associates], die Sicherheit und das gesamte Kundenerlebnis weiter verbessern kann – insbesondere auf den letzten Metern der Zustellung“, so Amazon weiter.
Eine Amazon-Sprecherin erklärte gegenüber CNBC, der Kauf zeige „unser Bekenntnis zu weiteren Investitionen in Forschung“ und zu mehr Sicherheit für die eigenen Zustellkräfte.
Amazon arbeitet mit einem Netzwerk aus Tausenden unabhängiger Vertragspartner, die ausschließlich für Amazon Pakete aus dessen Lagern zu den Kundinnen und Kunden bringen.
Nach Angaben von Amazon soll die Technik von Rivr Zustellfahrende künftig dabei unterstützen, Pakete von den Lieferfahrzeugen bis an die Haustüren der Kunden zu tragen, berichtet CNBC.