Bericht: Musks Firma xAI erwägt Übernahme des europäischen KI-Schwergewichts Mistral, um OpenAI und Anthropic stärker Konkurrenz zu machen.
Elon Musks Unternehmen xAI hat in den vergangenen Wochen Berichten zufolge über eine Partnerschaft mit dem französischen KI-Anbieter Mistral gesprochen, um Konkurrenten wie Anthropic und OpenAI Paroli zu bieten.
Zu der möglichen Kooperation sollte auch das US-Startup Cursor gehören, das Software zum Bearbeiten von Code entwickelt, berichtete das Portal Business Insider unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Bericht erschien, kurz nachdem Musks anderes Unternehmen SpaceX, zu dem xAI gehört, in dieser Woche eine Vereinbarung mit Cursor bekannt gab. Sie räumt SpaceX eine Option ein, Cursor für bis zu sechzig Milliarden Dollar zu übernehmen.
Mistral AI gehört zu den höchstbewerteten europäischen KI-Unternehmen und entwickelt große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs). In der globalen KI-Rallye gilt es als wichtigster europäischer Herausforderer bei den sogenannten Frontier-Modellen.
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Musks KI-Unternehmen, das 2023 den Chatbot Grok auf den Markt gebracht hat, baut seine Infrastruktur seitdem stark aus und steigert die Leistungsfähigkeit seiner Modelle.
KI-Firmen liefern sich ein Wettrennen um immer größere GPU-Cluster, also Verbünde spezialisierter Chips. Sie sollen leistungsfähigere Modelle ermöglichen, die sich schneller entwickeln und trainieren lassen.
Im Jahr 2024 ließ Musk in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee in nur drei Monaten einen Supercomputer namens „Colossus“ errichten. Er gilt als leistungsstärkstes KI-Rechencluster der Welt und umfasst rund zweihunderttausend GPUs, die mit Tesla-Megapack-Batterien betrieben werden. Nach Musks Angaben soll die Anlage auf bis zu eine Million GPUs ausgebaut werden.
Euronews hat Mistral und xAI um eine Stellungnahme gebeten, bis zur Veröffentlichung jedoch keine Antwort erhalten.