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Anthropic öffnet Mythos weiter trotz Warnungen vor massiven Cyberangriffen

Seiten der Anthropic-Website und die Logos des Unternehmens sind am Donnerstag, 26. Februar 2026, auf einem Computerbildschirm in New York zu sehen.
Auf einem Computerbildschirm in New York sind am Donnerstag, 26. Februar 2026, Seiten der Anthropic-Website und Firmenlogos zu sehen. Copyright  AP Photo/Patrick Sison
Copyright AP Photo/Patrick Sison
Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am
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Anthropic weitet den Zugang zu seinem Cybersicherheitsmodell Mythos auf 150 neue Partner in mehr als 15 Ländern aus. Das Unternehmen warnt, ein erfolgreicher Angriff auf eines der Systeme könnte über 100 Millionen Menschen treffen.

Anthropic weitet die Tests seines neuesten Cybersicherheitsmodells Mythos aus und bindet dafür rund 150 weitere Partner ein.

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Das als wichtigster Rivale von OpenAIs ChatGPT geltende Unternehmen hatte im April angekündigt, Mythos zu starten. Das Modell habe nach eigenen Angaben „bereits Tausende von Schwachstellen mit hoher Kritikalität gefunden, darunter einige in jedem großen Betriebssystem und in allen wichtigen Webbrowsern“.

Zunächst stand Mythos nur 50 Partnern zur Verfügung. Sie erhielten im Rahmen des sogenannten „Project Glasswing“ Zugang zu einer Vorabversion und haben damit nach Angaben von Anthropic mehr als 10.000 schwere oder kritische Sicherheitslücken entdeckt.

Das Projekt umfasst inzwischen Organisationen (Quelle auf Englisch) aus mehr als 15 Ländern und deckt zahlreiche Branchen ab, darunter Energie, Wasser, Gesundheitswesen, Kommunikation und Hardware, wie das Unternehmen mitteilte.

„Allen Partnern ist gemeinsam, dass ein erfolgreicher Angriff auf ihre Codebasis katastrophale Folgen haben könnte“, erklärte Anthropic. Bei den meisten neuen Partnerorganisationen würde ein Cyberangriff demnach mehr als 100 Millionen Menschen betreffen.

Ein möglicher Kunde ist die Europäische Kommission. Sie bestätigte gegenüber US-Medien, dass Anthropic sie wegen eines Einsatzes von Mythos angesprochen habe. Euronews Next versucht, diese Angaben unabhängig zu bestätigen.

Das Unternehmen weitet sein Programm aus, weil es davon ausgeht, dass im kommenden Jahr mehr KI-Firmen über ähnlich leistungsfähige Modelle verfügen „und sie ohne Schutzmechanismen veröffentlichen könnten, die Missbrauch verhindern“.

„In einer solchen Welt könnten Cyberangriffe viel häufiger auftreten und in deutlich weniger vorhersehbaren Formen“, schrieb das Unternehmen.

Die Ausweitung von Project Glasswing erfolgt nur einen Tag, nachdem Anthropic vertraulich einen Börsengang beantragt hat. Das Unternehmen hat sich zudem kürzlich 65 Milliarden Dollar (59 Mrd. Euro) an frischem Kapital gesichert und wird nun mit fast 1 Billion Dollar (878 Mrd. Euro) bewertet.

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