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Teurer Treibstoff: SAS streicht im April 1000 Flüge

SAS gehörte zu den ersten Airlines, die höhere Ticketpreise angekündigt haben.
SAS gehörte zu den ersten Airlines, die höhere Ticketpreise ankündigten. Copyright  SAS AB
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Von Michael Starling & AFP
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Die skandinavische Fluggesellschaft rechnet damit, dass nach Ostern noch mehr Flüge ausfallen.

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS streicht im April mindestens tausend Flüge. Auslöser sind stark gestiegene Kerosinpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.

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„Der Preis für Flugbenzin hat sich innerhalb von zehn Tagen verdoppelt“, sagte Konzernchef Anko van der Werff dem schwedischen Wirtschaftsblatt Dagens Industri. „Wir versuchen, die Mehrkosten so gut wie möglich aufzufangen, doch dieser Preisschock trifft die Luftfahrt direkt.“

SAS gehörte zu den ersten Airlines, die wegen der explodierenden Kerosinpreise ihre Tarife angehoben haben.

„Im März streichen wir ein paar Hundert Flüge, versuchen unseren Flugplan aber so weit wie möglich stabil zu halten“, erklärte der SAS-Chef. Nach Ostern, wenn die Nachfrage üblicherweise nachlässt, rechnet er mit weiteren Ausfällen.

Insgesamt werden „mindestens tausend“ Flüge wegfallen. Angesichts von rund 800 täglichen Verbindungen sei das Ausmaß aber begrenzt, betonte er.

Die meisten gestrichenen Flüge im März betreffen laut einer von SAS an die Nachrichtenagentur AFP verschickten Mitteilung Inlandsstrecken in Norwegen. Nur wenige Ausfälle entfallen auf Schweden und Dänemark.

„Angesichts der anhaltenden Lage im Nahen Osten und des abrupten Anstiegs der weltweiten Treibstoffpreise ergreifen wir Maßnahmen, um unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken“, heißt es in der Erklärung.

„Dazu gehört eine begrenzte Zahl kurzfristiger Flugstreichungen.“

Ein Barrel der Nordseesorte Brent, dem Referenzöl der Energiemärkte, kostet inzwischen rund 100 Dollar. Der Preis zog an, nachdem die USA und Israel Ende Februar Ziele im Iran angegriffen hatten und Teheran mit Attacken auf Ölanlagen in mehreren Golfstaaten reagierte.

Die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Bedarfs an Kohlenwasserstoffen transportiert wird, ist de facto geschlossen.

Mehrere Fluggesellschaften, darunter Air France-KLM, Cathay Pacific, Air India, Qantas und SAS, haben ihre Ticketpreise wegen der höheren Kerosinkosten angehoben. Viele Airlines haben aus Sicherheitsgründen Verbindungen in den Nahen Osten eingestellt.

Fachleute erwarten, dass Flugtickets noch monatelang teuer bleiben, selbst wenn der Krieg sich abschwächt. Die Nachfrage nach Flugrouten, die Zwischenstopps im Nahen Osten und im Golf vermeiden, steigt zusätzlich – auch das treibt die Preise für Passagiere nach oben.

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